Alle Achtung!

Alle Achtung!

Respekt tut gut. Im Auftr. der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) erarb. von deren Seelsorgeausschuss

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Beschreibung

Details

Einband

Geheftet

Erscheinungsdatum

17.02.2010

Herausgeber

Susanne Breit-Kessler + weitere

Verlag

Gütersloher Verlagshaus

Seitenzahl

40

Beschreibung

Details

Einband

Geheftet

Erscheinungsdatum

17.02.2010

Herausgeber

Verlag

Gütersloher Verlagshaus

Seitenzahl

40

Maße (L/B/H)

20.2/12.8/0.5 cm

Gewicht

64 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-579-05960-0

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Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde und schuf sie als Mann und Frau.
( 1. Buch Mose, Kapitel 1, Vers 27 )

"Alle Achtung!", sagt er zu ihr. In seiner Stimme klingt Respekt, und der tut ihr gut.
Respekt kommt aus dem Lateinischen: Respicere heisst "zurückblicken, Rücksicht nehmen auf, berücksichtigen". Wer einer anderen Person Respekt zollt, nimmt sich Zeit, auf das zu blicken, was sie gesagt und getan hat oder wie sie ist. Er würdigt damit den anderen Menschen in seiner eigenen Art. Auf solchen Respekt hat jeder Mensch ein Recht, unabhängig von seinem Herkunftsland, seiner Hautfarbe, seiner Sprache, seiner Religion, seinem Alter, seinem Berufsstand, seinen Neigungen - weil er als Ebenbild Gottes geschaffen ist.

Hören

Jesus sagt:
"Wer Ohren hat zu hören, der höre!"
( Evangelium nach Lukas, Kapitel 4, Vers 23 )

Motorenlärm, klingende Handys, berieselnde Musik, Werbung und Informationen überall. Wie soll man da noch wirklich hören?
In einer Stadt sagt ein Indianer zu seinem Begleiter: "Ich höre eine Grille zirpen." Der andere hört nur den Lärm der Stadt. Da lässt der Indianer eine Münze fallen, und alle Passanten drehen sich danach um. "Siehst du", sagt er, "es kommt darauf an, worauf du zu hören gewohnt bist." Hören beginnt mit Schweigen. Zuhören auch.

Zuvorkommend sein

Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.
( Evangelium nach Matthäus, Kapitel 5, Vers 41 )

Im Miteinander des Alltags sind es kleine Gesten, die guttun und unseren Mitmenschen Respekt erweisen: jemandem in den Mantel helfen, einen Stuhl anbieten, die Tür aufhalten, eine schwere Tasche abnehmen.
Alles mehr als ein Akt altmodischer Höflichkeit. Es zeigt: Ich nehme dich wahr und möchte dir deinen Weg erleichtern.
Zuvorkommen heisst, sich auf den Weg zum anderen zu machen, ihm also entgegenzukommen, noch bevor er bei mir ist.
Nehmen und Geben gehen Hand in Hand. Denn nicht nur Geben würdigt den anderen, auch Hilfe annehmen würdigt den, der sie mir schenken möchte.

Rituale pflegen

Vorlesen, Gute-Nacht-Lied, Gute-Nacht-Kuss -liebenswürdige Rituale, die das Leben der Kinder achten. Die Kleinen kommen zur Ruhe und die Angst vor der Nacht wird besänftigt.
Nicht nur Kinder brauchen Rituale, auch Erwachsene respektieren den Rhythmus des Daseins, wenn sie wissen, was wann dran ist: Feierabend, Sonntagsruhe, Feste feiern, wie sie fallen ...
Wie beginne ich den Tag? Wie beschliesse ich ihn? Gibt es Pausen-Rituale dazwischen? Wie alle guten Dinge brauchen auch Rituale Pflege. Wer sie kultiviert, übt sich in eine heilsame Ordnung ein, geht achtsam mit seinem Inneren um und freut sich an der Übereinstimmung von Gebärde, von Geste und Leben.

Ritual - ein Verschnaufen, ein Atemholen der Seele.

Mut zur Demut

In Demut achte einer den anderen, und ein jeder achte nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient.
( Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philippi, Kapitel 2, Vers 3 )

Hinter dem altmodischen Wort "Demut" steckt der Mut, ein Ziel zu verfolgen, weil man davon überzeugt ist, dass es dienlich ist - nicht, weil man sich damit profilieren will. Wie gut, wenn es nicht immer um mich selber geht! Wenn ich mich nicht mit allem beweisen muss, sondern schlicht tun kann, was ich für richtig halte! Das geht leichter, wenn man weiss: Ich verdanke mich nicht mir selbst. Und mein Heil muss ich mir auch nicht erst verdienen.

Geschöpfe achten

Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat, samt allen Kreaturen.
( Martin Luther )

Achtsam mit den Mit-Geschöpfen umgehen -
die Erinnerung daran, dass alles, was lebt, aus Gott kommt,
genügt:
Gottes Lebenskraft und Weisheit sind im Kleinsten wie im Grössten wirksam. Diese Wahrheit öffnet Augen, Ohren und alle Sinne. Wir sehen in allem Spuren seines Lebens. Wie wir mit unseren Mitgeschöpfen umgehen, ist eine Sache des Glaubens.

Guten Tag! Moin! Hallo! Grüss Gott!
Jedem Anfang wohnt ein Zauber, manchmal auch ein Zauder inne. Das gilt auch für ganz alltägliche Begegnungen. Sekunden entscheiden über einen langanhaltenden Eindruck. Sich auf andere Menschen einzulassen beginnt bei der Begrüssung.
Blickkontakt, ein unaufdringlicher Händedruck, ein freundliches Lächeln - all das signalisiert: Ich nehme dich wahr, ich erkenne dich an. Für Bruchteile von Sekunden tauchen zwei Persönlichkeiten ein in einen Raum der Begegnung. Besondere Wertschätzung erfahren Menschen in der Nennung ihres Namens. Sich mit Namen vorstellen oder vorgestellt werden - das schafft Offenheit und Vertrauen.

Erinnern

Einen ewigen Namen will ich ihnen geben, der nicht vergehen soll.
( Prophet Jesaja, Kapitel 56, Vers 5 )

Am 21.1.1945 flieht die jüdische Familie Viktor aus Oberschlesien. Nach langer Odyssee kommt sie im Advent 1945 nach Schaumburg. Die zehnjährige Lieselotte freundet sich mit Elisabeth an, der Tochter des Gefängnisangestellten Jakob.
Jakob gibt den Kindern als Rechen-, Schreib- und Malpapier Ausbürgerungsakten; Papier ist rar in dieser Zeit. Einige Aktenblätter mit Kinderzeichnungen bleiben erhalten: Bilder, auf Schicksalen gemalt.

"Verweigerte Erinnerung ist Mord", sagt ein jüdisches Sprichwort. Wir lesen den Namen auf der Rückseite; erinnern an das Leid von Margarete Kuttner geb. Salomon, vom Nazi-Regime am 22.5.1939 der deutschen Staatsangehörigkeit beraubt; trauern um sie und alle, die sterben mussten. Gott hat Margarete Kuttner einen ewigen Namen gegeben, der nicht vergeht. Er hat ihr Einmaligkeit geschenkt, er wird sie vor der Gleichmacherei des Todes und Vergessens bewahren.
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