Ein Stiefkind der Stadt? Öffentlicher Raum am Wiener Donaukanal
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
08.01.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-50494-7
Klischees, die mit Wien verbunden werden.
Dass dies die meiste Zeit der Wiener Geschichte anders war, ist den meisten Besuchern der Stadt und auch vielen Wienern selbst nicht bekannt.
Erst um ca.1700 taucht die Bezeichnung "Donaukanal" auf, da sich der Hauptarm der Donau weiter nach Norden verlagerte. Denn bis dahin war der heutige Donaukanal tatsächlich der Hauptarm der Donau. Die Umstrukturierung der Gründerzeit bringt erst um 1870 eine finale Begradigung des Donaukanals mit sich, vom heutigen Mauthnerwasser wird der Kanal endgültig in seinen heute noch bestehenden Verlauf gebracht. In Folge erfährt der Donaukanal eine beträchtliche
Entwicklung, auf die hier in den wichtigsten Phasen eingegangen werden soll.
Hier wird jedoch nicht nur chronologisch der Geschichte des Donaukanals nachgegangen werden, vielmehr stellt sich stets die Frage nach der Eröffnung und Gestaltung öffentlichen Raumes von
Stadt.
Von wem gehen die Initiativen zur Nutzung der Stadt aus? Wie sehen städtebauliche Pläne zur (teilweise wiederkehrenden) Erschliessung von öffentlichem Raum aus?
Entspricht die Planung der später umgesetzten Realität und gehen die Konzepte dabei gleichzeitig auf?
Die Literaturlage ist dabei sehr durchwachsen. Der Donaukanal wird teils historisch betrachtet, teils zu politischen Zwecken genützt, auch aus ganz anderen wissenschaftlichen Richtungen analysiert.
Städtebauliche Untersuchungen fanden jedoch kaum statt. Zwar ist der Donaukanal Teil des Stadtentwicklungsplanes STEP 05 der Stadt Wien und als solches Teil des Entwicklungskonzeptes "Waterfront Vienna". Allerdings hat die Politik der Stadt den Donaukanal bis in die letzten Jahre im wesentlichen stiefmütterlich behandelt.
Es ist darüber hinaus fraglich, inwieweit die Konzepte der Stadt tatsächlich umgesetzt und inwieweit nicht vielmehr private
Initiativen den Donaukanal gestalten werden.
Ist der Donaukanal also ein Stiefkind der Stadt, oder ist er doch ein Juwel, das allmählich aus seinem Dornröschenschlaf erwacht?
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