Portfolio- und Risikomanagement im europäischen Stromgroßhandel Märkte, Produkte, Preisbildungsfaktoren, Risiken, Handels- und Risikostrategien
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
23.03.2010
Abbildungen
10 Farbabb.
Verlag
GRINSeitenzahl
156
Maße (L/B/H)
21/14.8/1.2 cm
Gewicht
236 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-56646-4
Elektrizitätshandel in grossen Mengen gab es bereits vor der Deregulierung der Strommärkte. Dabei ging es den grossen, internalisierten, national oder regional dominanten Energieversorgungsunternehmen (EVU) weniger um gehedgten oder spekulativen Stromhandel bei dem eine verbrauchsinduzierte physische Belieferung nicht immer zwangsläufig im Vordergrund steht, sondern mehr um Stromhandel zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit und Optimierung des eigenen Absatzes, sodass die Funktion eines wettbewerbsorientierten Stromgrosshandels und somit die des Stromgrosshändlers als solche nicht existierte.
Die von der EU initiierte Liberalisierung der europäischen Energiemärkte führte dazu, dass der früher übliche, auf Langfristverträgen beruhende Stromhandel zugunsten eines kurzfristigen, direkt von Angebot und Nachfrage abhängenden Handels zurückgedrängt wurde. Überall dort, wo sich Wettbewerb entwickelt, entstand im Sinne der Wertschöpfungskette der Elektrizitätswirtschaft mit dem Stromgrosshandel ein neues Geschäftsfeld, das eine Mittelfunktion zwischen der Erzeugung und dem Vertrieb an Endkunden übernimmt. Diese Handelsfunktion gibt den Einzelhändler bzw. Grosskunden die Freiheit, ihren Bedarf aus zunehmend liquiden und transparenten Grosshandelsmärkten zu beziehen.
Da dem Preis als Wettbewerbsparameter die Schlüsselrolle im neuen Wettbewerb zukommt, sehen sich die Marktteilnehmer erheblich stärkeren Marktpreisrisiken als zuvor ausgesetzt. In diesem Zusammenhang hat die Nutzung von Stromderivaten, wie Futures, Forwards, Optionen sowie Swaps, für Marktteilnehmer indes weitreichende Konsequenzen für das Portfolio- und Risikomanagement herbeigeführt. Dabei werden Stromderivate heutzutage nicht mehr ausschliesslich zum Hedging von Marktpreisrisiken, sondern zum Teil auch gezielt zur Erzielung von Arbitrage- und Spekulationsgewinnen, also im so genannten "Prop-Trading", eingesetzt.
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