Der Antichrist - eine Analyse Der Atheismus und die Religionskritik Friedrich Nietzsches
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-56925-0
Und trotzdem kann er kaum einen Anspruch von Ernsthaftigkeit erheben, den man Nietzsche ja entgegen allem Anschein doch nicht absprechen möchte, wenn er nicht zumindest einige begründete Ansätze vorbringt. Was sind also die Gründe Nietzsches, die ihn so hart gegen Religion und Moral sprechen lassen? Was sind die Argumente gegen das Christentum? Und war Nietzsche eigentlich der unumstössliche Atheist und konsequente Nihilist, als der er immer gehandelt wird? Das sollen die Leitfragen der vorliegenden Arbeit sein, um deren Klärung ich mich bemühen möchte.
Hauptsächlich wird hier Bezug auf Nietzsches Spätwerk hergestellt, vor allem den 1888 entstandenen Antichrist. Dieses kurz vor Nietzsches geistiger Umnachtung verfasste Werk zeugt von der abgrundtiefen Abneigung, die Nietzsche in seinem unstetigen und von schwerer Krankheit gezeichnetem Leben gesammelt hat, es ist quasi als die Kulmination seines religionskritischen Denkens zu verstehen. Moral, Christentum - diese Ideologie der Schwachen ist ihm zutiefst vergällt. Und er versucht, sie aufgrund einiger weniger, kaum ausformulierter, aber doch wohl durchaus mitreissender Argumente vernichtend zu schlagen. Trotzdem ist das Erkennen eines Tenors in seiner Kritik durchaus mit Schwierigkeiten verbunden. Doch will man bereits im Voraus einen eindeutigen Vorgeschmack von Nietzsches Antichristentum geben, so lohnt es wohl am meisten, die Anklage des christlichen Kultes und der christlichen Moral am Ende eben des Antichristen zu zitieren: "Diese ewige Anklage des Christentums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände gibt, - ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen... Ich heisse das Christentum den Einen grossen Fluch, die Eine grosse innerliche Verdorbenheit, den Einen grossen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist - ich heisse es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit..."
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