Liebe als Passion: Über die von Niklas Luhmann beschriebene 'Codierung von Intimität' als passionierter Liebe und die 'amour passion' in Gottfrieds von Straßburg 'Tristan und Isolde' als Vorläufer und Störfall an König Markes Hof
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
22.04.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
32
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
62 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-60005-2
Teil eins: zeigt, dass Liebe im Sinne Luhmanns als ein Kommunikationscode zu behandeln ist "nach dessen Regeln man Gefühle ausdrücken, bilden, simulieren, anderen unterstellen, leugnen und sich mit all dem auf die Konsequenzen einstellen kann, die es hat, wenn entsprechende Kommunikation realisiert wird."
Teil zwei: hier wird ein Augenmerk auf den diesbezüglich hochgradig signifikanten Tristan-Text des Gottfried von Strassburg geworfen, gilt doch dieser berühmte, auch für unser heutiges (wenngleich zunehmend problematisch gewordenes) Liebesverständnis noch immer vorbildhafte mittelalterliche "Liebesroman" als ein Vorläufer passionierter Liebe, der Europas Verständnis von Paarliebe über Jahrhunderte geprägt hat. (Für den Literatur- und Medienwissenschaftler Friedrich Kittler ein paradigmatischer Text dafür, "wie es möglich war auch unter christlichem Vorzeichen die Minne als Wiederkehr der griechischen Aphrodite zu erfinden.").
Schlussfolgerungen und Ausblick: abschliessend wird auf auftretende Folgeprobleme der Liebes-Semantik als Passion hingewiesen und ausblickend die Frage nach vorhandenen alternativen Liebes-Modellen gestellt - in einer sozialen Wirklichkeit, in der leidenschaftliche Liebe und auf Liebe basierende Ehe ganz offensichtlich zunehmend fragwürdig geworden sind.-- Hinzugezogen wurden acuh aktuelle Texte u.a. von Richard David Precht ("Liebe. Ein unordentliches Gefühl"), Ariadne von Schirach ("Der Tanz um die Lust")und Peter Sloterdijk ("Unruhe im Kristallpalast" - Ein Gespräch aus dem Magazin CICERO.
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