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Produktbild: Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus

Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus Eine sozialpsychologische Studie zur Generationengeschichte des Nationalsozialismus

Aus der Reihe Psyche und Gesellschaft

Fr. 68.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2010

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

492

Maße (L/B/H)

21/14.8/3.4 cm

Gewicht

707 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-2059-8

Beschreibung

Rezension

»Mit Bezug auf Sigmund Freuds Formulierung einer sich tradierenden 'Gefühlserbschaft' untersucht der Autor anhand einer umfangreichen Materialsammlung bisheriger wissenschaftlicher Befunde und Theorieansatze aus psychoanalytisch-sozialpsychologischer Sicht trans- und intergenerationale Aspekte affektiver NS-Verstrickungen über drei deutsche Generationen hinweg, nicht zuletzt als Hintergründe und Wurzeln für das Entstehen von Rechtsextremismus.« Annette Vieth, Jahrbuch für Literatur & Psychoanalyse. Freiburger literaturpsychologische Gesprache Bd. 32

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.11.2010

Verlag

Psychosozial

Seitenzahl

492

Maße (L/B/H)

21/14.8/3.4 cm

Gewicht

707 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8379-2059-8

Herstelleradresse

Psychosozial-Verlag GmbH & Co. KG
Walltorstr. 10
35390 Gießen
Deutschland
Email: vertrieb@psychosozial-verlag.de
Url: www.psychosozial-verlag.de
Telephone: +49 641 9699780
Fax: +49 641 96997819

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  • Produktbild: Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus
  • Inhalt

    1 Einleitung

    2 Sozialpsychologie des Nationalgefühls
    2.1 Die Nation als imaginäre Gemeinschaft
    2.2 Psychosoziale Entkontextualisierung – Zur Psychoanalyse des Nationalgefühls
    2.2.1 Massenpsychologie als Zugang zum Nationalgefühl?
    2.2.2 Die Nation als virtuelle Masse
    2.2.3 Die Nation als Container
    2.2.3.1 Primär-narzisstische Phantasien, Fremdenrepräsentanz, narzisstischer Autonomie-Konflikt
    2.2.3.2 Die Nation als Reservoir narzisstischer Externalisierungen
    2.2.3.3 Projektive Identifizierung mit der Nation
    2.2.3.4 Nationales Containment – Über die Produktion des Nationalgefühls
    2.2.3.5 Nationaler Binnenraum und soziale Repräsentanten des Fremden
    2.2.4 Zwischenbemerkung
    2.3 Kollektiver Narzissmus und nationale Umdeutung gesellschaftlicher Wirklichkeit
    2.4 Nationalgefühl und Nationalismus

    3 Seelische Nachbilder – Die nationalsozialistische »Volksgemeinschaft« nach 1945
    3.1 Nicht-Vermittelbarkeit von Schuld und Containment der NS-»Volksgemeinschaft«
    3.2 Erinnerungsarbeit und Trauerunfähigkeit
    3.2.1 Was heisst Derealisierung der NS-Vergangenheit?
    3.2.1.1 Abgewehrte Erinnerung – Emotionaler Rückzug aus der eigenen Geschichte
    3.2.1.2 Identifizierung mit den Siegern – Unangenommene Schuldfähigkeit
    3.2.2 Zwischenfazit
    3.3 Was heisst eigentlich Vermeidung einer Melancholie?
    3.3.1 Ungeschehenmachen und Isolierung
    3.3.2 Narzisstisches Berührungstabu
    3.3.2.1 Unassimiliertes Introjekt als Folge abgewehrter Erinnerungsarbeit
    3.3.2.2 Zur libidinös verlangenden Wirkkraft eines unassimilierten Introjekts
    3.3.2.3 Unassimiliertes Introjekt und unbewusster kollektiver Narzissmus
    3.3.3 Engführung – Narzisstisches Berührungstabu und Ungeschehenmachen der objektiven Schädigung des kollektiven Narzissmus
    3.3.4 Zwischenergebnis – Unbewusster kollektiver Narzissmus und nationales Containment nach 1945
    3.4 Zur psychosozialen und kollektiven Ebene des narzisstischen Berührungstabus
    3.4.1 Schweigen, Dethematisierung und schuldabwehrende Selbstthematisierung – Zur interpersonalen Organisation des narzisstischen Berührungstabus
    3.4.2 Schuldabwehraggression – Zur kollektiven Inszenierung des narzisstischen Berührungstabus
    3.4.3 Zum Verhältnis von kontinuierlichen und neuen Aspekten in der aggressiven Wirkkraft des narzisstischen Berührungstabus
    3.5 Politische und gesellschaftliche Aspekte im Verhältnis zum Nachleben des Nationalsozialismus

    4 NS-Gefühlserbschaften in der zweiten Generation
    4.1 Exkurs zum Begriff »Gefühlserbschaft«
    4.2 Zur narzisstischen Funktionalisierung von Kindern aus der zweiten Generation durch ihre Eltern
    4.3 Historische Wissbegierde und transgenerationelle Identifizierung
    4.3.1 Zum infantilen Wunsch, in der Vergangenheit der Vorfahren zu leben
    4.3.2 Zwischenbemerkung – Intergenerationelle Aushandlung eines familiären Umgangs mit der NS-Vergangenheit
    4.3.3 Transgenerationelle Identifizierung – Über die Entwicklung eines Gespürs für das narzisstische Berührungstabu
    4.3.3.1 Die fremde als die eigene Schuld
    4.3.3.2 Narzisstische Prämie und geheimnisvolle Substanz der Eltern
    4.4 Intergenerationeller Kompromiss und Transposition – Gespaltenes Elternbild und beschützende Beziehung zur Geschichte der Vorfahren
    4.4.1 Familienmythen oder: Über das Verschwinden der gewalttätigen Schärfe des NS-Alltages
    4.4.2 Familiengeheimnisse oder: Über das Erscheinen der gewalttätigen Schärfe des NS-Alltages
    in unbewussten Phantasien
    4.5 Zur Adoleszenz von Angehörigen der zweiten Generation
    4.5.1 Aspekte adoleszenter Entwicklung
    4.5.2 Adoleszente Umarbeitung des familiär ausgehandelten Umgangs mit der NS-Vergangenheit?

    5 NS-Gefühlserbschaften in der dritten Generation
    5.1 »Opa war kein Nazi?« – Kritik der Studie von Welzer, Moller und Tschugnall
    5.2 »An der Seite der Grosseltern« – Zur psychischen Einbindung von Angehörigen der dritten Generation in die Generationengeschichte des Nationalsozialismus
    5.2.1 Zwischen Paranoia und Idealisierung – Zur Wahrnehmung von eigenen Kindern durch Angehörige der zweiten Generation
    5.2.2 Exkurs zur schulischen Vermittlung der NS-Vergangenheit
    5.2.3 Zwischenbemerkung
    5.3 Transgenerationelle Identifizierung bei Angehörigen der dritten Generation
    5.4 Ein dissoziiertes Grosselternbild – Zur familiär ausgehandelten Struktur des Umgangs mit der NS-Vergangenheit
    5.4.1 Kohärenz und Fragmentierung unbewusster geschichtsbezogener Phantasien
    5.4.2 Spaltung und Dissoziation des Grosselternbildes
    5.5 Psychohistorische Retraditionalisierung? – Zum Verhältnis von erster und dritter Generation

    6 Hitlers Enkel? – Zum Verhältnis von NS-Gefühlserbschaft und Rechtsextremismus bei Angehörigen der dritten Generation
    6.1 Rechtsextremismus als aggressives psychosoziales Strukturprinzip
    6.2 Zum Verhältnis von NS-Gefühlserbschaft und der paranoiden Ideologie des Rechtsextremismus
    6.2.1 »NS-Helden im nationalen Abwehrkampf« – Zur historischen Dimension der paranoiden Ideologie des Rechtsextremismus
    6.2.2 »Böser Blick der Feinde« – Zur Neutralisierung des Gewissens durch die Projektion des transgenerationell korrumpierten Über-Ich-Anteils
    6.2.3 Zum Verhältnis von NS-Gefühlserbschaft und dem rechtsextremen Identifikationsobjekt
    6.2.3.1 Nationale Rekontextualisierung familiärer Opfererzählungen
    6.2.3.2 »Gefürchtete Täter als idealisierte Helden« – Zum Containing der unbewussten
    geschichtsbezogenen Phantasien
    6.2.3.3 »Weil es Feinde gibt, muss es Helden geben« – Zur psychodynamischen Motivation des Containings durch die projektive Feindbildung
    6.2.4 Dramatisierung rechtsextremer Zugehörigkeit durch das Agieren der Täteridentifizierung
    und durch zeitliche Vermischung
    6.2.5 … und die Vorfahren aus der zweiten Generation?

    7 Ausblick

    8 Literatur