Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
Oktober 2010
Herausgeber
Klaus Weber + weitereVerlag
C. H. BeckSeitenzahl
1499
Maße (L/B/H)
23.1/15.4/5 cm
Gewicht
1326 g
Auflage
20. neu bearbeitete Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-406-59578-3
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Wörterbuch der Klassenjustiz und -gesetzgebung, hilft aber trotzdem
Fabian am 22.07.2023
Bewertungsnummer: 1984884
Bewertet: Buch (Set mit diversen Artikeln)
Wenn euch mal wieder wegen irgendwas der nächste Bescheid ins Haus geflattert kommt, ist es manchmal notwendig oder sinnvoll, sich mal die angeführten Juristenprosa-Quellen anzusehen. Sei es weil man einen Widerspruch/Einspruch machen will oder auch nur, um die Entscheidung zu verstehen.
Damit man sich da nicht erst auf längere Suchen im Netz einrichten kann, hilft dieses Wörterbuch bei den rechtlichen Definitionen der Begriffe bzw. stehen dort kurze Erklärungen der Gesetzeslogik der wichtigsten Gesetze drin, die ein beim Recherchieren helfen, zumindest so lange man nicht gerade Sachen wie z.B. "Schießbefehl" oder ähnliches braucht. Denn dann wird das Recht, was ja eh nur die Gesetzgebung/Rechtsprechung des jeweiligen Staates wiedergibt, egal ob DDR (trotz Volkskammer-Gesetzgebung ist das angeblich ein "Unrechtsstaat"), BRD oder Hitler-Faschismus (der z.B. ja nicht als "Unrechtsstaat" bezeichnet wird), dort bis zur Unkenntlichkeit mit abenteuerlichen Begründungen und Interpretationen verdreht. Zumindest wenn man davon aus geht, daß üblicherweise nur die Gesetzestexte wortwörtlich zu verstehen sind und der Rest, der prinzipbedingt in den, im Vergleich zu technischen Spezifikationen, lückenhaften Normen, nicht drin steht, durch Logik/Schlußfolgerungen/Experimente im wissenschaftlichen Sinne, im Einzelfall dann jeweils vor Gericht ermittelt wird.
Jedenfalls halten diese rechtlichen Interpretationen, die immer die der herrschenden Klasse sind, insbesondere in der BRD, einer wissenschaftlichen Überprüfung einfach nicht stand. Aber das hat den Traditionsverlag C.H. Beck, der stark von Arisierungen zu Zeiten des Hitler-Faschismus profitiert hat, in der Vergangenheit nur wenig gestört. Trotz dieser Abstriche ist das Buch trotzdem als nützlich zu empfehlen.