Anwendung der Infinite-Tube-Technique zur instationären Druckmessung in der Radialturbine eines Abgasturboladers
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Sprache:Deutsch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
23.08.2010
Verlag
Cuvillier, ESeitenzahl
152
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.8 cm
Gewicht
207 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-86955-458-7
Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Qualifikation instationärer Druckmesstechnik für den Einsatz unter den extremen Bedingungen in einer Radialturbine mit variabler Turbinengeometrie (VTG) eines Abgasturboladers. Hierfür wurden Sonden nach dem Prinzip der Infinite- Tube-Messtechnik ausgelegt, kalibriert und erfolgreich appliziert. Die Kalibrierung erfolgte jeweils im Stossrohr und am Turbolader im kalten Betriebszustand. Während im Stossrohr nur akustische Signale vorliegen, setzt sich im Turbolader das Signal aus hydrodynamischen und akustischen Anteilen zusammen. Es zeigte sich, dass die ITTMesstechnik reibungsbedingte, hydrodynamische Fluktuationen vollständig dämpft und akustische Effekte von diesen isoliert. Der Einsatz beider Kalibriermethoden ermöglichte es unter Ausnutzung dieser besonderen Eigenschaft der ITT-Sonde im ersten Schritt ein sog. "Indirektes Verfahren" zu entwickeln. Dadurch gelang es erstmalig, allein aus den Signalen von zwei gegenüber bisher hierfür drei erforderlichen Sensoren (bekannt als 3-Mikrophon- Methode) den akustischen und den hydrodynamischen Signalanteil zu separieren. Im Hinblick auf den Einsatz der Messtechnik im heissen Betriebszustand und vor dem Hintergrund, dass die im kalten Betriebszustand des Turboladers ermittelte Charakteristik nur auf einen eingegrenzten Frequenzbereich und damit einen Teil des Kennfeldes beschränkt ist, wurde des Weiteren das "Direkte Verfahren" entwickelt. Durch Einführung der Reibungskraft und Verknüpfung der experimentell ermittelten Charakteristika mit dem Geschwindigkeitsdreieck konnte durch diese Arbeit erstmals eine formelmässige Beschreibung in Form einer Exponentialfunktion geliefert werden, die eine Extrapolation des Verhaltens in Abhängigkeit der Frequenz und somit die Beschreibung des gesamten Kennfeldbereichs ermöglicht.
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