Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
17.08.2010
Verlag
De GruyterSeitenzahl
201
Maße (L/B/H)
23.6/16/1.8 cm
Gewicht
439 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-023460-2
Der ostpreussische Dichter Simon Dach (1605 1658) gilt als Meister der barocken Gesellschaftsdichtung. Doch das lyrische Ich in seinen zahlreichen Gelegenheitsgedichten lässt sich nicht immer als Rollen-Ich der rhetorischen Konvention deuten, sondern ist vielmehr Träger verschiedener Diskurse, die in Zeiten einer persönlichen Krise des Dichters miteinander konfligieren können. Die diskursanalytische Studie deutet solche Transgressionen als Identitätsproben eines lyrischen Ich, dessen Relationen zu den gesellschaftlichen Instanzen prekär geworden sind. Die drei Teile der Studie widmen sich jeweils einem Thema mit identitätsstiftender Bedeutung in Dachs Lyrik: dem Garten, dem Dichterlob und der Krankheit. Zunächst wird das jeweilige Thema auf seine Grundlage in kultur- und literaturgeschichtlichen Quellen zurückgeführt. Sodann werden anhand von Einzelanalysen Bedeutung und Funktion des Themas in Dachs Lyrik erläutert. Schliesslich wird unter Gebrauch eines auf Karlheinz Stierles Theorie zur Identität des Gedichts basierenden Modells so genannte Krisengedichte analysiert. Dabei wird festgestellt, inwiefern vorgegebene Gattungs- und Diskursschemata überschritten werden und in welcher Hinsicht dies zur Identitätsbildung des Ich beiträgt.
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