Während der Epoche des Überganges von der Spätantike zum Frühmittelalter, im fünften und sechsten nachchristlichen Jahrhundert, kam es in Europa zu grossen Umwälzungen der politischen Landschaft. Barbarische Gentilverbände lösten auf regionaler Ebene die jahrhundertelange römische Zentralherrschaft ab und leiteten so eine Entwicklung ein, die zur Entstehung des christlichen Abendlandes im Mittelalter führen sollte. Manche dieser Reichsgründungen hatten nachhaltigen Bestand, andere verschwanden fast vollständig aus dem Bewusstsein der Nachwelt. Zwei dieser gescheiterten Reiche des frühen Mittelalters, jenes der Sueben im Nordwesten der Iberischen Halbinsel und das der Rugier im nördlichen Niederösterreich, werden in dem vorliegenden Buch behandelt.
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