Eine Sonderausstellung im Landesmuseum Zürich und diese Begleitpublikation thematisieren Leben und Werk von Mani Matter.Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe entdeckte Mani Matter 1998 für sich und war fasziniert von der poetischen Magie der Berner Mundart. Wilfried Meichtry hat den Nachlass Mani Matters gesichtet und mit verschiedenen Zeitzeugen gesprochen. In seinem Beitrag zeichnet er den kurzen Lebensweg Mani Matters nach. Franz Hohler geht von seinen persönlichen Erinnerungen an Mani Matter aus und beschreibt dessen Allgegenwärtigkeit. Der Literaturwissenschaftler Martin Stingelin beschreibt die Originalität des Sprachkünstlers und «Värslischmieds» am Beispiel des Lieds «Es git e Bueb mit Name Fritz».
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
peedee
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
03.07.2026
eBook (ePUB)
Grossartig
Mani Matter, „dr Bärner Giu”, Jurist, Liedermacher, Schreibender, Philosoph, ist in der Schweiz sehr bekannt, denn viele Menschen sind mit seinen berndeutschen Liedern aufgewachsen, haben diese in der Schule gesungen. Leider ist Mani Matter im Jahr 1972 mit nur 36 Jahren bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Zum 90. Geburtstag wurde seine Biografie erweitert und erstmals als Taschenbuch herausgegeben. Mit vielen Auszügen aus Briefen, Tagebucheinträgen und Stimmen seiner Wegbegleiter.
Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit einem Foto des Porträtierten – gefällt mir gut.
Ich gehöre auch zu denen, die Mani Matters Lieder seit frühster Kindheit kennen. Als ich geboren wurde bzw. ihn und seine Musik wahrgenommen habe, war er bereits verstorben. Was haben seine Lieder an sich, dass sie noch heute populär sind? Für mich als Bernerin natürlich sicherlich die Texte auf Berndeutsch, dann die Pointiertheit, mit der er Alltäglichkeiten und Nichtigkeiten festgehalten hat, und die eingängigen, einfachen Melodien. Begleitend zur Lektüre habe ich mir wieder einmal ein paar seiner Lieder zu Gemüte geführt, wie z.B.: „Hemmige“, „I han es Zündhölzli azündt“, „Ds Lotti schilet“, „Dr Ferdinand isch gstorbe“, „Dr Eskimo“, „E Löl, e blöde Siech, e Glünggi un e Sürmel“ oder „Dr Alpeflug“. Ich war überrascht, wie viel vom Text ich noch auswendig wusste!
Ich war sehr gespannt auf Mani Matters Biografie, denn ich wusste zwar ein paar Eckdaten, aber so viel war das dann doch nicht. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass seine Mutter aus den Niederlanden stammte, sie zu Hause Französisch gesprochen haben, und sein Vater Jurist war. Mir war auch nicht bewusst, dass seine Mutter so früh verstorben ist. Oder wie er überhaupt zum Vornamen „Mani“ gekommen ist, denn schliesslich hiess er von Geburt her Hans Peter.
Mani Matter schien mir ein sehr intelligenter Mann zu sein, der stets auf der Suche war. Wonach er gesucht hat, ist wohl nicht einmal ihm selbst bewusst gewesen (dieses Gefühl des Suchens kenne ich nur zu gut). Er war sehr belesen, vielseitig interessiert (Kunst in seinen vielen Formen wie Malerei, Gesang, Gedichte, philosophische Fragen) und engagiert. Manchmal wohl ein bisschen zu aktiv, zu rastlos. Er hatte eine sehr zurückhaltende Art – er war kein Showman –, melancholisch, bescheiden.
Ein grossartiges Buch über Mani Matter, der leider viel zu früh verstarb und seine Frau und drei kleine Kinder hinterliess. Es ist berührend, dass ein Mann so viele Jahre nach seinem Tod nach wie vor so bekannt und ist und seine Lieder immer noch gerne gespielt und gesungen werden. Von mir gibt es 5 Sterne.
Bewertung
5/5
23.04.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mani Matter
Bin seit jeher von ihm begeistert! Sehr gespannt, was die Biographie hergibt. Als Bernerin bin ich mit seinen Titeln aufgewachsen.
Bewertung
4/5
29.04.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Tolles Buch über einen tollen Menschen
Der Einblick in sein Leben ist speziell und sehr feinfühlig und regt an manchen Stellen zum Lachen oder Nachdenken an. Unbedingt zu empfehlen!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
10.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mani Matter war nicht nur der...
Mani Matter war nicht nur der grösste Liedermachen, den die Schweiz je gesehen hat. Eigenlich unfair, wie ungleich die Talente verteilt werden. hätte er in englisch geschrieben, der Nobelpreis für Literatur wäre ihm sicher gewesen.