In den Jahren der Weimarer Republik gab es neben der „normalen“ Nationalmannschaft des DFB noch eine zweite populäre Auswahl: die Fussball-Nationalmannschaft der Arbeitersportler. Viele Arbeiter, die der Sozialdemokratie nahestanden, hatten sich im „Arbeiter Turn- und Sportbund“ zusammengeschlossen, der eine eigene Fussballauswahl zu Länderspielen antreten liess. Seinerzeit waren dies grosse Sportereignisse, die zuweilen über 10.000 Zuschauer anzogenDa der Arbeitersport sich nach der gewaltsamen Zerschlagung durch die Nazis nie wieder neu organisierte, handelt es sich um ein abgeschlossenes, bis heute aber faszinierendes Kapitel deutscher Sportgeschichte. Rolf Frommhagen hat in jahrelanger Arbeit bislang unbekannte Details über die Länderspielgeschichte der „anderen“ Nationalmannschaft recherchiert und in diesem Buch eindrucksvoll dokumentiert.
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