Der Schlaf der Vernunft Literatur und Traum in der Kulturgeschichte der Neuzeit
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
26.08.2011
Verlag
C.H. BeckSeitenzahl
464
Maße (L/B/H)
22.1/14.1/3.5 cm
Gewicht
667 g
Farbe
Karamell / Tabak
Auflage
2
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-406-61897-0
Peter-André Alt untersucht die vielgestaltige Geschichte literarischer Traumdarstellungen der Neuzeit - im Zusammenhang ihrer wissenschaftlichen, sozialen und kulturellen Bedingungen - von der Renaissance bis zur moderne. Sein Buch erzählt die literarische Kulturgeschichte des Traums als Geschichte eines Schlaf der Vernuft, der den Menschen mit den Bildern seiner Ängste und Hoffnungen, seines Aberglaubens und seiner Sehnsucht gleichermassen konfrontiert.
Die Literatur besitzt seit der Antike ein eigenes Wissen über die Träume des Menschen. Ihre Traum-Geschichten erzählen von teuflischen Versuchungen und göttlicher Offenbarung, von Angst und Begehren, Schrecken und Lust, von den Labyrinthen der Erinnerung und dem Paradies der Wünsche. In grotesken Bildern, phantastischen Tableaus und visionären Inszenierungen vergegenwärtigt die Poesie die Nachtreisen der Imagination, die der Mensch unternimmt, wenn seine Vernunft schläft. Zugleich aber offenbaren die Träume der Literatur tiefe Einblicke in den historischen Wandel, dem das Verständnis von Seele, Geist und Körper des Individuums unterliegt. Das bestimmt sie zu einem massgeblichen Element unseres kulturellen Gedächtnisses und zum Gegenstand der wissenschaftlichen Neugierde, welche die Befragung dieses Gedächtnisses leitet.
Peter-André Alt erschliesst die Geschichte des literarischen Traums von der Renaissance bis zur Moderne. Sein Buch rekonstruiert die unterschiedlichen Theorien des Traums, denen man in Medizin, Philosophie, Anthropologie, Erfahrungsseelenkunde und Psychoanalyse begegnen kann; es durchleuchtet die faszinierenden Techniken und Strategien, mit deren Hilfe sich die Literatur der Neuzeit diese Theorien aneignet, und demonstriert die geheimnisvollen Zusammenhänge zwischen der imaginären Welt des Traums und dem Reich der Fiktion. Damit leistet es einen wegweisenden Beitrag zum Verständnis einer literarischen Kultur des Wissens vom Menschen, die sich in den poetischen Bildern seiner Träume exemplarisch abzeichnet und verwirklicht.
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