Ethnische Identität im Entstehungsprozess des spanischen Westgotenreiches
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
17.11.2011
Verlag
De GruyterSeitenzahl
456
Maße (L/B/H)
24.6/17.5/3.1 cm
Gewicht
921 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-025847-9
Für die Migrationsphase der barbarischen
gentes
wurde gezeigt, dass ihre ethnische Identität als situationsabhängige Identifikation beschrieben werden muss. Diese Erkenntnis ist für die Untersuchung der barbarischen Nachfolgereiche bisher jedoch weitgehend folgenlos geblieben. So stellt auch im Falle des spanischen Westgotenreiches die klare Differenzierung zwischen eingewanderten Goten und sogenannten Hispano-Romanen nach wie vor eine wesentliche Prämisse für das Verständnis der historischen Prozesse im Übergang von der römischen Provinz zum
regnum
dar. Diese Untersuchung wertet die überlieferten Schriftquellen hinsichtlich der Fragen aus, inwieweit sie diese Unterscheidung stützen können und welches Verständnis der gotischen Identität sie erkennen lassen. Es hat sich dabei gezeigt, dass das Ethnonym
Gothus
mit einer politisch-sozialen Identität verbunden und in Bezug auf das
regnum
nicht in Abgrenzung zu
Romanus
verwandt wird, sondern dessen gesamte Bevölkerung einschliesst. Es wird ferner deutlich, dass die gotische Identität vor allem auf der Durchsetzung überregionaler politischer Strukturen fusste, in welche sich die einheimischen Eliten, teilweise gezwungenermassen, integrierten und deren Identität sie adaptierten.
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