Produktbild: Agnes Grey, the Tenant of Wildfell Hall

Agnes Grey, the Tenant of Wildfell Hall Introduction by Lucy Hughes-Hallett

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.04.2012

Verlag

Random House N.Y.

Seitenzahl

752

Maße (L/B/H)

21.7/13.9/4.3 cm

Gewicht

765 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-307-95780-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.04.2012

Verlag

Random House N.Y.

Seitenzahl

752

Maße (L/B/H)

21.7/13.9/4.3 cm

Gewicht

765 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-0-307-95780-1

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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Frauenschicksale im England des 19. Jahrhunderts

Mag aus Berlin am 26.02.2012

Bewertungsnummer: 768839

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Konfrontiert mit dem finanziellen Ruin der Familie, muss eine Tochter, Agnes Grey, sich Arbeit suchen. Im England des 19. Jahrhunderts stehen gebildeten, aber mittellosen Damen nicht allzu viele Möglichkeiten offen - also entschließt sich Agnes, eine Anstellung als Gouvernante anzunehmen. Die Arbeitszeit ist nach unseren heutigen Vorstellung unbotmäßig lang, freie Tage oder gar Urlaub spärlich und die Anerkennung der geleisteten Arbeit durch den Arbeitgeber oftmals gering. Die Kinder der gehobenen Gesellschaft entpuppen sich nur allzu oft als Tyrannen, die gnadenlos ihre Macht als adeliger Nachwuchs gegenüber einer armen, als minderwertig angesehenen Angestellten ausspielen. Und auch die Arbeitgeber, ihrer Angestellten mitunter zwar geistig unterlegen, unterstützen sie nicht, was zum Wohle der eigenen Kinder sicher richtiger und ratsamer wäre, sondern machen sie stattdessen für alle Fehlentwicklungen verantwortlich, selbst wenn die unfähigen Eltern sie eigentlich selber verschuldet haben. Anne Bronte liefert eine beeindruckende, teilweise auch bedrückende aber immer realistische Schilderung der Lage lediger, arbeitender Frauen im England des 19. Jahrhunderts. Bei der Lektüre kann Frau heute nur froh sein, dass vorangegangene Generationen von Frauen den Kampf um Gleichberechtigung von Frauen mittlerweile längst geführt haben. Zum Verständnis der Lage von Frauen im 19. Jahrhundert ein wertvoller, äußerst interessanter und lesenswerter Beitrag. Wie viele Frauen zu dieser Zeit strebt die Protagonistin Helen in "The Tenant of Wildfell Hall" eine Ehe an. In dem charmanten, gutaussehenden Arthur scheint sie ihren Traummann gefunden zu haben und schon bald wird geheiratet. Doch bereits kurz nach der Hochzeit ziehen dunkle Wolken am himmelblauen Ehefirmament auf. Das ruhige, beschauliche Eheleben taugt nicht für den rastlosen, lebenshungrigen Ehemann, der immer mehr Zeit außerhalb des häuslichen Anwesens verbringt. Außerdem spricht er mehr und mehr dem Alkohol zu, um dann zum brutalen, unberechenbaren Unhold zu mutieren, der seine Frau damit körperlich und seelisch quält. Eine Scheidung kommt im 19. Jahrhundert so leicht nicht in Frage und so erträgt Helen ihr Schicksal still und geduldig leidend, - bis Arthur schließlich beginnt, auch den gemeinsamen jungen Sohn in seine Ausschweifungen miteinzubeziehen. Jetzt endlich ergreift Helen die Initiative und verlässt Arthur, um sich mit ihrem Sohn in Wildfell Hall als Künstlerin niederzulassen und ein zurückgezogenes, eigenständiges Leben zu beginnen. Dabei findet sie nicht nur Ruhe und Zuversicht, sondern muss auch erkennen, dass es auch andere, mitfühlende und einfühlsame Wesen der männlichen Spezies gibt. Doch gerade als sich neue zarte Bande andeuten, kehrt Helen pflichtbewusst zu ihrem mittlerweile schwer kranken Mann zurück, um ihn trotz aller erlittenen Qualen hingebungsvoll und aufopfernd zu pflegen. Anne Bronte liefert mit diesem Werk eine beeindruckende und beklemmende Studie zum Leben der Frau im England des 19. Jahrhunderts, die realistisch und schonungslos zeigt, wie ausgeliefert und rechtlos sich der Status der Frau damals jenseits jeglicher Gleichberechtigungstendenzen gebärdete und auch wie tief dieser Status von den Frauen verinnerlicht wurde, so dass die Protagonistin nach anfänglich geglückter Flucht aus ihrem Martyrium zunächst auf ein neues eigenes Glück verzichtet, um sich ergeben und resignierend um die Pflege ihres Peinigers zu kümmern. Interessant, informativ und absolut lesenswert.

Frauenschicksale im England des 19. Jahrhunderts

Mag aus Berlin am 26.02.2012
Bewertungsnummer: 768839
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Konfrontiert mit dem finanziellen Ruin der Familie, muss eine Tochter, Agnes Grey, sich Arbeit suchen. Im England des 19. Jahrhunderts stehen gebildeten, aber mittellosen Damen nicht allzu viele Möglichkeiten offen - also entschließt sich Agnes, eine Anstellung als Gouvernante anzunehmen. Die Arbeitszeit ist nach unseren heutigen Vorstellung unbotmäßig lang, freie Tage oder gar Urlaub spärlich und die Anerkennung der geleisteten Arbeit durch den Arbeitgeber oftmals gering. Die Kinder der gehobenen Gesellschaft entpuppen sich nur allzu oft als Tyrannen, die gnadenlos ihre Macht als adeliger Nachwuchs gegenüber einer armen, als minderwertig angesehenen Angestellten ausspielen. Und auch die Arbeitgeber, ihrer Angestellten mitunter zwar geistig unterlegen, unterstützen sie nicht, was zum Wohle der eigenen Kinder sicher richtiger und ratsamer wäre, sondern machen sie stattdessen für alle Fehlentwicklungen verantwortlich, selbst wenn die unfähigen Eltern sie eigentlich selber verschuldet haben. Anne Bronte liefert eine beeindruckende, teilweise auch bedrückende aber immer realistische Schilderung der Lage lediger, arbeitender Frauen im England des 19. Jahrhunderts. Bei der Lektüre kann Frau heute nur froh sein, dass vorangegangene Generationen von Frauen den Kampf um Gleichberechtigung von Frauen mittlerweile längst geführt haben. Zum Verständnis der Lage von Frauen im 19. Jahrhundert ein wertvoller, äußerst interessanter und lesenswerter Beitrag. Wie viele Frauen zu dieser Zeit strebt die Protagonistin Helen in "The Tenant of Wildfell Hall" eine Ehe an. In dem charmanten, gutaussehenden Arthur scheint sie ihren Traummann gefunden zu haben und schon bald wird geheiratet. Doch bereits kurz nach der Hochzeit ziehen dunkle Wolken am himmelblauen Ehefirmament auf. Das ruhige, beschauliche Eheleben taugt nicht für den rastlosen, lebenshungrigen Ehemann, der immer mehr Zeit außerhalb des häuslichen Anwesens verbringt. Außerdem spricht er mehr und mehr dem Alkohol zu, um dann zum brutalen, unberechenbaren Unhold zu mutieren, der seine Frau damit körperlich und seelisch quält. Eine Scheidung kommt im 19. Jahrhundert so leicht nicht in Frage und so erträgt Helen ihr Schicksal still und geduldig leidend, - bis Arthur schließlich beginnt, auch den gemeinsamen jungen Sohn in seine Ausschweifungen miteinzubeziehen. Jetzt endlich ergreift Helen die Initiative und verlässt Arthur, um sich mit ihrem Sohn in Wildfell Hall als Künstlerin niederzulassen und ein zurückgezogenes, eigenständiges Leben zu beginnen. Dabei findet sie nicht nur Ruhe und Zuversicht, sondern muss auch erkennen, dass es auch andere, mitfühlende und einfühlsame Wesen der männlichen Spezies gibt. Doch gerade als sich neue zarte Bande andeuten, kehrt Helen pflichtbewusst zu ihrem mittlerweile schwer kranken Mann zurück, um ihn trotz aller erlittenen Qualen hingebungsvoll und aufopfernd zu pflegen. Anne Bronte liefert mit diesem Werk eine beeindruckende und beklemmende Studie zum Leben der Frau im England des 19. Jahrhunderts, die realistisch und schonungslos zeigt, wie ausgeliefert und rechtlos sich der Status der Frau damals jenseits jeglicher Gleichberechtigungstendenzen gebärdete und auch wie tief dieser Status von den Frauen verinnerlicht wurde, so dass die Protagonistin nach anfänglich geglückter Flucht aus ihrem Martyrium zunächst auf ein neues eigenes Glück verzichtet, um sich ergeben und resignierend um die Pflege ihres Peinigers zu kümmern. Interessant, informativ und absolut lesenswert.

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Agnes Grey, the Tenant of Wildfell Hall

von Anne Brontë

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