Laura Wishart ist fort. Ein für alle Mal. Sie wurde auf einer seltsamen Lichtung getötet, die nur Jasper Jones bekannt ist. Und ich habe sie dort hängen sehen.
Australien 1965. Mitten in der Nacht wird der 13-jährige Charlie Bucktin vom Klopfen an seinem Fenster geweckt. Draussen steht Jasper Jones, der Aussenseiter der kleinen Stadt Corrigan und zugleich ein unbestimmter Held für Charlie. Jasper bittet ihn um Hilfe, und so stiehlt sich Charlie mit ihm durch den nächtlichen australischen Busch – voller Angst, aber auch voller Abenteuerlust. Auf einer geheimen Lichtung wird Charlie Zeuge von Jaspers schrecklicher Entdeckung. Mit diesem beklemmenden Geheimnis in seinem Herzen durchlebt Charlie eine Zeit der Angst, der falschen Verdächtigungen – und des Erwachens.
In einem einzigen drückend heissen Sommer, in dem sich Charlies Leben für immer verändert, wird er lernen, die Wahrheit von der Lüge zu unterscheiden und sich vor Gerüchten zu fürchten wie vor einem Fluch.
Der wunderbar geschriebene Roman erzählt von Freundschaft, Rassismus und sozialer Ausgrenzung. Eine Hommage an Wer die Nachtigall stört und Die Abenteuer des Huckleberry Finn. MARIE CLAIRE UK
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Bewertung
5/5
29.01.2012
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gigantisch!
Ein Jugendbuch ab ca. 15 - aber auch für alle anderen älteren Leser/innen ein absolutes Muss! - , das absolut überzeugt und realistisch dargestellt ist!
Dieses Buch hat nicht nur eine super Geschichte zu bieten, sondern ist sprachlich topp, hat hinreissende Charaktere und fesselt von der ersten bis zur letzten Seite!
Findet mit Charlie heraus, warum Laura sterben musste und welches Geheimnis es um Jasper Jones zu lüften gibt. Und lacht mit bei den skurrilen und lustigen Gespächen zwischen Charlie und Jeffery!
Und falls auch Sie mal einen beeindruckenden Jugenroman lesen möchten: Das ist Ihre Chance :)
Bewertung
aus Osterwald
5/5
12.04.2016
Buch (Taschenbuch)
Ein wirklich gutes Buch
Der 13-jährige Charlie lebt im Jahr 1965 in einer australischen Kleinstadt, Corrigan. Eines Nachts steht plötzlich Jasper Jones, ein krasser Außenseiter in Charlies Heimatort, vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe. Die beiden gehen tief in den australischen Busch und entdecken auf einer versteckten Lichtung die Leiche von Laura, Jaspers Freundin, an einem Baum hängend. Ihnen ist klar, dass der Verdacht, sie getötet zu haben, sofort auf den Lieblingsverdächtigen der Stadt - Jasper Jones - fallen wird, wenn die Leiche hier, an Jaspers Lieblingsort, gefunden wird. Die beiden müssen sich eine Lösung überlegen und den wahren Täter finden. Die vermisste Laura sorgt in Corrigan für viele Verdächtigungen von Randfiguren der Gesellschaft und natürlich für diffuse Ängste. Auch Jasper ist, wie sich zeigt, nicht frei von Vorurteilen. Dadurch, dass Charlie sich in Eliza, Lauras Schwester verliebt, wird alles nur noch komplizierter. Der Ort muss sich aus einem Strudel von Gewalt, Vorverurteilungen, Rassismus und Lügen befreien. Es ist aber auch eine Geschichte über Freundschaften ohne Vorurteile, über soziale Grenzen hinweg. Dieses Buch ist sehr schön geschrieben, mit viel Gefühl und Mitgefühl. Der Leser leidet mit den verleumdeten und teilweise auch körperlich angegriffenen Personen. Aber auch diese Personen werden nicht verherrlicht, sondern haben durchaus auch ihre weniger guten Eigenschaften, sie sind sehr menschlich. Die Spannung kommt nicht zu kurz, das Ende ist keineswegs vorhersehbar. Ein Tolles Buch, das ich mit bestem Gewissen weiterempfehlen werde!
Das_Leseding
aus Berlin
3/5
29.08.2014
Buch (Taschenbuch)
Inhalt: Corrigan, Australien,…
Inhalt: Corrigan, Australien, 1965: Eine Zeit in der Rassismus sowie soziale Ausgrenzung hoch im Kurs stehen ... Der 13-jährige Charles Buktin ist Schulstreber und führt ein halbwegs normales Leben, bis Jasper Jones (ein gefürchteter "Mischlingsjunge") in sein Leben tritt. Jasper möchte Charlie etwas zeigen und bittet ihn um Hilfe. Natürlich stimmt Charlie zu, ohne zu ahnen wie diese Hilfe aussehen soll und wie stark dieser Freundschaftsakt sein Leben für immer verändert ... Schreibstil: Der Schreibstil von Silvey ist flüssig und lässt sich schnell und gut lesen, allerdings frage ich mich immer noch für wen dieses Buch geschrieben wurde. Charlie ist ich-Erzähler und für sein Alter viel zu reif, die Weltanschauung, die er wiedergibt passt einfach nicht. Dann wurde mir zu oft das Wort "Idiot" verwendet und ein zu großes Augenmerk aufs Cricket spielen - ca 70 Seiten wird ein Spiel beschrieben wobei es total egal ist wie es ausgeht und auch das Glossar am Ende des Buches interessiert wenig. In diesem Buch wurden zwar auch kritische Themen behandelt, aber diese dann zu extrem (Gewalt) für ein Jugendbuch oder zu oberflächlich (rassistische Ausbrüche, Mißhandlungen, bösartige Gerüchte alles blieb ohne folgen). Charaktere: Charlie ist viel zu reif für sein Alter. Er ist auf eine Art typisch Tenn (Verhalten gegenüber Mädchen), andererseits sind seine Ansichten viel zu Erwachsen, zu verkopft, das wirkte überhaupt nicht und so konnte ich ihn das ganze Buch über nicht greifen. Jasper, der mir das ganze Buch über fremd blieb ist ein Charakter, den ich mir anhand des Buchtitels und des Klappentextes ganz anders vorgestellt habe. Warum sollte man Angst vor ihm haben, wenn ihn alle Mädels heimlich vergöttern? Ich erfahre zu wenig über ihn - dafür mehr über Cricket - als das ich ihn beschreiben oder etwas aufbauen könnte. Jeffrey ist der Freund und Nachbar von Charlie. Ich habe die ganze Zeit überlegt ob es in Australien üblich ist, seinen Kumpel als Idiot zu betiteln. Anscheinend ist dies so: Denn Charlie und Jeffrey machen fast nichts anderes wenn sie zusammen sind ... Du bist ein Idiot ... Nein du bist ein Idiot ... Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde :? Eliza und Laura Wishart waren die unstimmigsten Personen. Laura ist tot - dies wird so oft im Buch erwähnt, dass ich kurz davor war es in die Nachbarschaft herauszubrüllen: "Ja weiß ich, habe ich bereits auf mehreren Seiten gelesen und auch wo sie gefunden wurde und wie und ... " nervig! Eliza, die den Tod ihrer Schwester gut zu verkraften scheint, würde ich eher in eine Psychotherapie stecken als sie ganz normal bei ihren Eltern wohnen zu lassen, aber vielleicht ist das so in den 1960er Jahren in einer Kleinstadt ... Cover: Das Cover finde ich interessant, es zeigt einen Jungen im Schatten, wovor versteckt er sich?! Leider finde ich den Titel wenig passend. Fazit: Ein Jugendbuch, welches keines ist! Zeitweise ist es zu detailiert (Schilderungen von Misshandlungen), zu oberflächlich (Gewalttaten ohne Strafe) und zu langweilig (Banalitäten ohne Sinn für die Geschichte). Wer einen Lückenfüller sucht, der sich gut lesen lässt sowie an Cricket interessiert ist, der ist mit "Wer hat Angst vor Jasper Jones" gut bedient. Wer auf eine spannende Geschichte wartet wird bitter enttäuscht. Ich vergebe 3 Sterne für Jasper Jones, da mir der flüssige Schreibstil eine schöne Lesezeit beschert hat und Teile der Geschichte zum Nachdenken anregen.