1 Auflage mit einem Nachwort von Sieglinde Klettenhammer
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-85218-742-6
Ein Mann macht mit seiner Freundin eine Reise nach Italien. Kurz vor Trient hat er einen Unfall, der ihn zwingt, in der Stadt zu bleiben. Unversehens begegnet er dort seiner eigenen Vergangenheit und jener der Deutschen und Italiener, die sich so lange um das Land Südtirol gestritten haben. Auf den Spuren seines Vaters kommt er hinter das Geheimnis der Menschen, die dort leben. Schritt für Schritt fügt sich so ein Bild gemeinsamen Schicksals zusammen, ein Bild der Landschaft, ihrer eingesessenen und zugewanderten Bewohner, für die es nur die Möglichkeit gibt, zusammenzuleben. Auch Jahrzehnte nach Erscheinen hat Franz Tumlers Aufschreibung aus Trient nichts an Aktualität verloren. Sanft offenbart sein Blick, was den beiden Sprachgruppen gemeinsam ist und was sie trennt. Und damals wie heute fasziniert Tumlers Schreiben – so still und zurückgenommen, und dabei von einer Klarheit, die man nur mehr selten findet.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Marie-Therese Reisenauer
aus Wien
4/5
08.12.2014
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mit Gottfried Benn am Kneipentisch
Franz Tumler zählt zwar zu den großen deutschen Schriftstellern der Moderne, was allerdings in der Öffentlichkeit so nicht wirklich wahrgenommen wird. Ja, ein Gottfried Benn, eine Uwe Johnson, Peter Härtling, Günter Grass die kennt man, doch im Gegensatz zu Vielen kannten diese Leuchten auch Franz Trumler, den gebürtigen Südtiroler. Der nach dem Krieg sich in Berlin niederließ, und in Tagebüchern, Notizen das Leben daher beschrieb. Es ist ein Berlin-Bild, abweichend von dem des Durchschnittstouristen, es ist aber auch ein Berlin-Bild, das zu kennen sich lohnt.