Atlas eines ängstlichen Mannes : Eine atemberaubende literarische Reise um die Welt
In siebzig fesselnden Episoden entführt Christoph Ransmayr den Leser auf eine einzigartige Reise durch Kontinente, Zeiten und Seelenlandschaften. Von den Vulkanen Javas über das hocharktische Packeis, entlang der Stromschnellen von Mekong und Donau bis zu den Gipfeln des Himalaya und den Inseln der Südsee - der Atlas eines ängstlichen Mannes ist ein Weltbuch, das in beeindruckenden Bildern Leben und Sterben, Glück und Schicksal der Menschen kartographiert.
Wie ein Reisebericht verwebt Ransmayr Erzählungen und Orte zu einem faszinierenden Ganzen. Sein anspruchsvoller Stil und die poetische Sprache machen dieses Werk zu einem literarischen Meisterwerk. Ein Buch für alle, die das Fernweh packt und in Gedanken auf Weltreise gehen möchten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Bewertung
aus Zürich
5/5
05.03.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderschön und reichhaltig
Ein fantastisches Buch, welches ich geradezu verschlungen habe. Die vielen kurzen Episoden überaschen mit unerwarteten Wendungen und spät gelüfteten Geheimnissen. Ransmayr gelingt ein spannender Bogen über Kulisse, Geschichte, Menschen, Schicksale, Gefühle und der Realität. Die Sprache ist anspruchsvoll, teilweise sind die Sätze lange und verschachtelt, was vom Leser einiges an Konzentration verlangt.
Hannes Schwaiger
aus Linz
5/5
03.03.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Vielseitige Weltansicht
Das neue Buch von Christoph Ransmayr beschreibt verschiedenste Orte der Welt: nahe und entlegene, bekannte und uns eher fremde Gegenden.
In ca. 70 kurzen Episoden, die keine bestimmte Reihenfolge erkennen lassen, werden wunderbare Plätze dieser Erde beschrieben mit geschichtlichen Hintergründen und ganz besonderen Eigenschaften. In diesen tritt der Autor selber als Zeuge des Passierten auf.
Jede einzelne Geschichte fügt sich zu einem Atlas zusammen, einem besonderen Gefüge, daß von Glück und Liebe, von den berauschenden Bildern und von Treffen mit ganz besonderen Menschen lebt.
Diese Schicksale von Orten und den dazugehörigen Menschen ergeben mit der blumigen Sprache von Ransmayr eine individuelle Landkarte vom Leben auf unserem Erdball.
Yasmin Tiefenthaler
aus Gmunden
4/5
11.06.2013
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unbedingt lesen!
Das Buch spielt auf der ganzen Welt. Alle der 70 Erzählungen fangen mit dem gleichen Satzteil "Ich sah" an. Der Autor nimmt uns mit auf eine Reise und umschreibt Orte und Personen, mit einer ungeheuren Poesie.
Ransmayr hat eine einzigartige Begabung, mit seinem Sprachstil, die Fantasie eines Menschens anzuregen, sodass die Erzählungen vor Augen des Lesers Wirklichkeit werden.
AchiM
aus Deutschland
5/5
24.07.2024
Buch (Taschenbuch)
Schicken Sie Ihre Phantasie…
Schicken Sie Ihre Phantasie auf Reisen oder testen Sie einfach nur Ihre Geografiekenntnisse, indem Sie Nadeln in eine imaginäre Weltkarte stecken. Osterinsel, China, Brasilien, Kalifornien, Marokko, Andalusien, Island, Griechenland, Wien, Neuseeland, Neu Delhi, Nepal, Bolivien, Mexiko, Juan Fernandez Archipel, Irland, Laos, Nordpol, Ontario, Kambodscha, Yokohama, Valparaiso, Pitcairn, Jemen, Sydney, Irland. Stopp! Das sind nur etwa die Hälfte der Orte und Ziele, die Christoph Ransmayr in seinem Atlas eines ängstlichen Mannes wie auf einer geografischen Perlenkette auffädelt. In siebzig Episoden erzählt der österreichische Autor Kurzgeschichten für Menschen, die gerne reisen und in denen die Ferne immer eine unstillbare Sehnsucht auslöst. Aber seine Zielgruppe sind ohne Zweifel auch all jene Menschen, die nicht gerne reisen, weil er es versteht, Kopfkino vom Feinsten zu entfachen. Man muss schier gar nicht in Burma oder Thailand gewesen sein, denn Ransmayr schafft es, jeden mitzunehmen. Andererseits fragt man sich als Viel- und Dauerreisender, ob man die großartigen Bilder wirklich sehen kann, wenn man niemals an griechischen, arabischen oder asiatischen Orten war? Nach kurzem Zögern denke ich: Ja, nur eben andere, nicht weniger schöne, nicht weniger bewegende. Denn der Stil, in dem Ransmayr schreibt, ist farbenprächtiger als jeder Film und jede Reisedokumentation. Man kann gar nicht anders, als einzutauchen, wenn er am verschneiten Ufer eines Bergsees im westlichen Himalaya entlang wandert oder wenn er einer Elefantenherde im Urwald von Sri Lanka ausweicht. Seine literarischen Fähigkeiten lassen jede Leserin, jeden Leser erblassen, ziehen einen in den Bann. Vor allem, wenn man selbst gerne schreibt, lässt einen der Autor mit untherapierbaren Minderwertigkeitskomplexen zurück. Seine lyrische Ader ist Garant für 3-D-Bilder im Kopf, für seufzende Emotionen, für ein so häufiges, neidisches Kopfschütteln wie bei kaum einem anderen Autor zuvor. So etwas kann man wahrscheinlich nicht lernen. Das haben auch schon andere erkannt – Ransmayr erhielt zahlreiche literarische Auszeichnungen, unter anderem die nach Friedrich Hölderlin, Franz Kafka und Bert Brecht benannten Literaturpreise, den Kleist-Preis und einige mehr. Literaturkenner halten den Nobelpreis schon lange für angemessen. Bleibt noch die Frage – warum dieser Titel? Atlas, ja, das drängt sich auf. Aber ängstlich? Ängstlich – weil er sich ohne den Input von außen, vor allem seiner langjährigen Lebensgefährtin, vielleicht nie und nicht so häufig auf den Weg gemacht hätte. Aber vielleicht auch ängstlich, weil große Teile dieses Buches entstanden, als Ransmayr mit einer lebensbedrohlichen Diagnose konfrontiert wurde und dieses Buch vielleicht sogar schon so etwas wie sein Vermächtnis zu werden drohte, ein Rückblick auf ein beispiellos volles und erfülltes Leben. In diesem Mann sind Erfahrungen, Abenteuer, Wahrnehmungen und Gefühle gespeichert, die jeden Quantencomputer überfordern würden. So viele Bilder, Eindrücke, an denen ein Kopf zu platzen, ein Geist zu explodieren droht. Mit großer Sicherheit muss er auch genau deshalb schreiben, sein Ventil, um all das ein Stück weit zu verarbeiten, beherrschbar zu machen. Zum Glück, denn so können wir an seinem Leben ein wenig teilhaben, den Weg einige Abschnitte weit mitgehen. Und unseren Vorteil daraus ziehen, uns – in sehr positiver und nicht merkantiler Absicht – bereichern. Der deutsche Philosoph Odo Marquard äußerte sich einmal in diesem Sinne dazu: Wer den Erzählungen und Geschichten anderer Menschen folgt, lebt deren Leben ein Stück weit mit. Und weil das einzelne menschliche Leben eigentlich viel zu kurz ist, muss man das sogar unter allen Umständen tun, muss lesen, zuhören, mitleben. Kaum jemand kann einem so viele Leben schenken wie Christoph Ransmayr.
Bewertung
5/5
31.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Regeln des Paradieses
Ein so großartiges Buch!
In "Atlas eines ängstlichen Mannes" werden wir in siebzig Episoden auf eine Reise um die Welt mitgenommen und jede dieser Episoden beginnt mit "Ich sah...".
Und doch ist es nicht nur einfach ein Reisebuch. Seine Geschichten erzählen vom Beobachten, vom Innehalten und vom Bedenken und er beschreibt so intensiv das sich die Bilder in den Kopf brennen und nicht schnell zu vergessen sind. Was mir besonders gut gefällt ist immer mal wieder eine Episode auszusuchen und damit einen Ort auf der Welt auszusuchen an den ich mich begeben möchte.
Zwischen Vulkanen und den Höhen des Himalaya über die Südseen - dieser Autor nimmt uns mit und schafft es einen voll und ganz zu fesseln und zu begeistern. Ich kann mich absolut in den Seiten verlieren.
Christoph Ransmayr ist ein großer Erzähler!