Gott haßt die Jünger der Lüge Ein Versuch über Metal und Christentum: Metal als gesellschaftliches Zeitphänomen mit ethischen und religiösen Implikationen
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.06.2012
Abbildungen
8 Farbabb.
Verlag
TreditionSeitenzahl
400
Maße (L/B/H)
22/17/2.5 cm
Gewicht
695 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8472-7090-4
Das Buch bleibt jedoch nicht bei dieser reinen Aussenansicht stehen, sondern versucht, die „Metal-Welt“ für Uneingeweihte zugänglicher zu machen. Denn der Metal versteht seinen Umgang mit dem kritisierten Bösen als realistisch. Er versucht, unter kontrollierten und kontrollierbaren Bedingungen das Böse in seiner vollen Bosheit ganzheitlich zu erfahren – jedoch nicht, um es zu verherrlichen, sondern um den Verlockungen des Bösen widersagen zu können. In der Musik und Teilen der Szene-Praxis setzt sich der Metaller der Wirkung des Bösen auf Körper und Geist aus, um für die Konfrontation mit dem Bösen im Alltag gewappnet zu sein – sei es in der Versuchung zum Bösen oder als sein Opfer. Bestenfalls wird er nicht von seinen Emotionen überwältigt und gesteuert, sondern kann ihren bedrohlichen affektiven Folgen Widerstand leisten, da er die körperliche, geistige und emotionale Wirkung des Bösen bereits aus dem Metal kennt.
Auf diesem Hintergrund ergibt sich eine neue Sicht auf die Kritik am Metal – die allerdings deren grundsätzliche Berechtigung nicht in Frage stellt. In dieser Sicht fordert der Metal den christlichen Glauben heraus, Rechenschaft abzulegen, wie er mit dem Bösen umgeht – und ob seine Antwort eine praktische Bedeutung für den Alltag des Gläubigen hat. Bestehende theologische Ansätze zeigen, dass diese Herausforderung nicht nur aus dem Metal abgeleitet werden kann, sondern eine von Hause aus christliche Fragestellung ist. Eine mögliche Antwort des Glaubens ergibt sich aus dem Drama des Lebens Jesu in der Gottes-, Nächsten- und Feindesliebe.
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