Reaktionen der deutschen Bevölkerung auf die Novemberpogrome im Spiegel amtlicher Berichte
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.06.2012
Verlag
AV AkademikerverlagSeitenzahl
120
Maße (L/B/H)
22/15/0.8 cm
Gewicht
197 g
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-639-42715-8
Inhaltlich unveränderte Neuauflage. Während die öffentliche Gewalt gegen die deutschen Juden im November 1938 von einer radikalantisemitischen Minderheit begrüsst wurde, äusserte die Mehrheit der Bevölkerung ihren Unmut und ihr Unverständnis über die Ereignisse. Dabei ging es jedoch in erster Linie nicht um das den Juden angetane Leid. Im Vordergrund der Kritik standen die Zerstörungen von Sachwerten, die Störung der öffentlichen Ordnung und Verstösse gegen vermeintliche deutsche Sekundärtugenden. Die amtlichen und parteilichen Berichterstatter des NS-Regimes registrierten den Unmut sehr genau - und die Nationalsozialisten steuerten dagegen. Die als Sühnemassnahmen inszenierte Welle verschärfter Enteignungen und Entrechtungen im Anschluss an die Pogrome wurden vom Regime als eine Abkehr von der Strassengewalt hin zu einer wieder ordnungsgemässen Judenverfolgung dargestellt. Diese neue Stufe der Judenverfolgung hob sich in den Augen grosser Teile der deutschen Bevölkerung positiv von den Novemberpogromen ab, da sie nicht vor aller Augen statt fand, und das den Juden geraubte Eigentum beschlagnahmt wurde, anstatt zerstört zu werden.
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