Die vergessene Generation Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen
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Beschreibung
Produktdetails
Verkaufsrang
9283
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
07.11.2012
Abbildungen
mit 2 schwarz weiß Abbildungen
Verlag
Klett CottaSeitenzahl
320
Maße (L/B/H)
18.8/11.3/2.5 cm
Gewicht
220 g
Farbe
Lichtgrau / Anthrazit
Auflage
42. DruckAuflage, 2024
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-608-94797-7
Die Menschen der Generation der Kriegskinder berichten erstmals über ihre Erlebnisse während des Krieges.
Noch nie hat es in Deutschland eine Generation gegeben, der es so gut ging wie den heute 60- bis 75jährigen. Doch man weiss wenig über sie, man redet nicht über sie - eine unauffällige Generation. Jetzt beginnen sie zu reden, nach langen Jahren des Schweigens.
Die Kriegskindergeneration ist im Ruhestand, die eigenen Kinder sind längst aus dem Haus. Bei vielen kommen jetzt die Erinnerungen allmählich hervor und mit ihnen auch Ängste, manchmal sogar die unverarbeiteten Kriegserlebnisse. Sie wollen nun über sich selbst nachdenken und sprechen.
Der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter spricht von einer »verschwiegenen, unentdeckten Welt«. Mit den Holocaust-Opfern habe man sich eingehend beschäftigt, mit der Kriegskindergeneration nie.
Ihnen wurde gesagt: »Sei froh, dass du überhaupt überlebt hast. Vergiss alles und schau lieber nach vorne!« Sie haben den Bombenkrieg miterlebt oder die Vertreibung, ihre Väter waren im Feld, in Gefangenschaft oder sind gefallen. Diese Erinnerungen haben sie bislang in sich verschlossen gehalten, sie trösteten sich mit der Einstellung: »Andere haben es noch viel schlimmer gehabt als wir.«
So wurde eine ganze Generation geprägt: Man funktionierte, baute auf, fragte wenig, jammerte nie, wollte vom Krieg nichts hören - und man konnte kein Brot wegwerfen.