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Kathrine Kressmann Taylor

1. BRIEF AN MARTIN SCHULSE, (12. November 1932)

Adressat Unbekannt

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Matthias Brandt + weitere

Spieldauer

1 Stunde

Erscheinungsdatum

02.11.2012

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

1

Verlag

ZYX Music

Sprache

Deutsch

EAN

9783865499035

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Spieldauer

1 Stunde

Erscheinungsdatum

02.11.2012

Hörtyp

Lesung

Medium

CD

Anzahl

1

Verlag

ZYX Music

Sprache

Deutsch

EAN

9783865499035

Herstelleradresse

ZYX Music GmbH & Co. KG
Benzstr/Industriegebiet
35799 Merenberg
Deutschland
Email: info@zyx.de
Url: http://www.zyx.de
Telephone: +49 6471 5050
Fax: +49 6471 505299

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  • allegra

    5/5

    15.01.2021

    Hörbuch (CD)

    Eine Brieffreundschaft

    Die beiden Freunde Martin Schulse und der Jude Max Eisenstein studierten gemeinsam in Deutschland. Nach ihrem Studium wandern sie als mittellose Künstler nach Amerika aus, wo sie gemeinsam eine Galerie aufbauen. 1932 kehrt Martin nach München zurück. Max führt derweil die Galerie weiter und überweist Martin regelmäßig seine Anteile am Gewinn. Der Briefroman setzt ein, als Martin Schulse 1932 bereits wieder in München lebt, wo er mit seinem erworbenen Reichtum ein Schloss erwerben kann. Die Bevölkerung in Deutschland leidet zu dieser Zeit unter einer Wirtschaftskrise, es herrscht viel Arbeitslosigkeit, Armut und Unzufriedenheit. Anhand der Briefe kann man mitverfolgen, wie sich in Deutschland die Stimmung ändert. Der Nationalsozialismus verbreitet sich und die skeptische und anfänglich „nur“ opportunistische Haltung von Martin Schulse wandelt sich in einen Fanatismus. Max Eisensteins Schwester Griselle ist Schauspielerin und nimmt ein Engagement an einem Berliner Theater an. Bald ist der Antisemitismus so verbreitet, dass sie in Bedrängnis gerät. Ein Brief, den Max an Griselle richtet, kommt zurück mit dem Vermerk „Adressat unbekannt“. Max fürchtet das Schlimmste und bittet Martin um Hilfe Der Briefkontakt geht weiter bis zum 3. März 1934. Für das Verständnis des Romans ist es von Vorteil, wenn man mit den wichtigsten Eckdaten der Geschichte wie der Machtergreifung Hitlers und der Judenverfolgung etwas vertraut ist. Im zweiten Teil des Briefromans nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung. Der von seinem Freund schwer enttäuschte Max wechselt in seinen Briefen, die er wieder an die Privatadresse von Martin schickt, zu einem auffallend freundlichen Ton und lässt die Gefahr zwischen den Zeilen lauern. Eine Geschichte, die zur Zeit des Nationalsozialismus spielt, wie es recht viele gibt, könnte man im ersten Moment meinen. Doch weit gefehlt! Die Qualität dieses Werks liegt nicht mur im originellen Format des Briefromans. Die amerikanische Autorin Katherine Kressmann Taylor hat dieses Buch im Jahre 1938 veröffentlicht, im Jahr der Reichsprogromnacht. Zu einer Zeit also, wo in Deutschland angeblich noch viele Leute „nicht wussten“ was mit der jüdischen Bevölkerung geschah und was es mit Konzentrationslagern auf sich hatte. Das Hörbuch ist gesprochen von Matthias Brandt und Stephan Schad. Ich war beeindruckt von der Eiseskälte, die Stephan Schad Martin Schulse in den Mund zu legen vermag. Auch Matthias Brandt interpretiert die Briefe aus Eisensteins Feder mit sehr warmem, freundschaftlichem Ton, aber auch die panische Angst um seine Schwester kann man förmlich spüren. Ich habe dieses relativ kurze Hörbuch von 60 Minuten Dauer mehrmals sehr aufmerksam gehört und konnte jedes mal wieder einen neuen Aspekt entdecken, der mir bislang entgangen war. Es gibt noch immer ein paar Punkte, die ich noch nicht bis ins letzte Detail verstanden habe. Aber ich denke ich habe den Sinn zwischen den Zeilen von Eisensteins letzten Briefen richtig interpretiert und am Ende stockte mir echt der Atem. Ein kurzes Buch in einer meisterhaften Hörbuch Umsetzung. Mich hat dieses Hörbuch sehr berührt.

  • Bewertung

    5/5

    22.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zeitlos aktuell

    Unglaublich, was 1938 beschrieben wurde. Auch heute noch aktuell. Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte. In der Schule oder für sich selbst. Selten beeindruckte ein so kurzes Buch mehr.

  • read_more_books

    aus Leverkusen

    5/5

    02.12.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Vom Ende einer Freundschaft

    Das Buch hat mich dieses von überrascht, ich wusste nicht worum es geht zudem hat es mich sprachlos gemacht und hat viele Gefühle ausgelöst und nachdenklich zurück gelassen. Wie kraftvoll Worte sein können! Was oder besser wie durch eine Wahn eine jahrelange Freundschaft zerstört wird, wie man das was man einst liebte hintergeht. Auch wenn das eine fiktive Geschichte ist, fühlst sie sich echt an.

  • Bewertung

    5/5

    12.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leider: So aktuell wie 1938

    Eine kluge, mitreißende Novelle, mit einem ebenso klugen Nachwort von Elke Heidenreich: „Ich würde wieder mehr Vertrauen in dieses Land haben, wenn ich dieses Buch in den nächsten Monaten und Jahren aus vielen Jackentasche ragen sähe.“ Wie wahr und trotzdem leider, wie unwahrscheinlich. Unbedingt lesen und weiterversicherten!

  • Sonja

    aus Freiburg

    5/5

    27.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Roman / Zeitgeschichte / Rache

    Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Eisenstein betreibt die gemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Die beiden Männer bleiben in Kontakt und tauschen sich in ihren Briefen über Berufliches und Privates aus. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten. Diese Briefe zu lesen ist unfassbar und dann auch sehr gruselig. Aber es zeigt auf, wie schnell etwas angenommen werden kann, wenn man damit jeden Tag „beschallt“ wird. Denn man muss bedenken, Martin Schulze hat nie in Armut gelebt, er war fast die komplette Weimarer Republik in Amerika und hatte ein gutes Leben und auch als er zurückkommt, lebt er sehr gut und doch rutscht er sehr schnell in das Gedankengut und schreibt sogar „Wir haben gelitten.“. Und die Reaktion von Max Eisenstein auf ein Ereignis ist so unglaublich und es zeigt auf, wie viel Macht ein paar Worte haben können, wenn sie gut platziert werden!

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