Inhaltlich unveränderte Neuauflage. Von der Kritikern der Nouvelle Vague zum Auteur erhoben, gilt Alfred Hitchcock als einer der bedeutendsten Regisseure der Filmgeschichte, der als kreativer Geist und Schöpfer hinter seinem Werk ganz im künstlerischen Sinne steht und sich während seiner gesamten Schaffenszeit mit den Ausdrucksformen der modernen Kunst auseinandergesetzt hat. Das Buch untersucht die Wirkungsbezüge der klassischen Avantgarde auf die Formsprache der Filme "Psycho" (1960), "Strangers on a Train" (1951), "Spellbound" (1945), "Vertigo" (1958) und "Rear Window" (1954), die in massgeblicher Weise die Ausdruckswerte der Moderne in ihre Bilderwelten projizieren. Schwerpunkt bilden die Einflussnahmen der Gestaltungsmittel des deutschen Stummfilmexpressionismus, die, wie der Meister selbst sagt, ihm die Möglichkeit der Verwirklichung eines "puren cineastischen Erzählstils" eröffnet haben, welcher sich in dem Vorrang des Visuellen vor dem Dialog artikuliert. Hitchcock kreiert in beseelter Detailarbeit Stimmungslandschaften oder, wie Deleuze beobachtet, "mentale Bilder" und erweist sich dabei als letzter Klassiker und erster moderner Regisseur.
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