Zitat
»Ralph Dutli hat in den Fatrasien den Unsinn im Mittelalter entdeckt, sachkundig kommentiert und in ein plastisches, gern auch derbes Deutsch gebracht. Eine phantastische, gleichwohl formal durchaus geordnete Welt, an der die Surrealisten ihre Freude gehabt hätten.«
(Jury Preis der Leipziger Buchmesse 2011) »Die Welt der Fatrasien ist eine bemerkenswert anarchische Welt. Befreit von jeder Kausalität, jeder Ordnung, obwohl gerade das Mittelalter Ordnungen so liebt. Es ist eine Welt der völligen Enthemmung und Entgrenzung, komisch, grausam und lieblich. Himmel und Hölle zugleich.«
(Benedikt Erenz, Die ZEIT, 30.09.2010) »Famose Fatrasien (...) Sie alle unterwandern raffiniert jegliche Erwartungen und verblüffen mit Kombinationseffekten. (...) Alles besteht aus sprachlichen Bildabenteuern mit ungewissem Ausgang. Fliegende Esel, träumende Ratten, Hühnchen-Drachen, bewaffnete Schneckeriche und Kater, die
den Mond verkaufen, tummeln sich bei pornographischen Tumulten. (...) Das Fest der puren Poesie ergänzt der Herausgeber mit einem Nachwort, in dem er seine Fundstücke als eine »bislang unbeachtete Wurzel der modernen Dichtung« preist. Sein Exkurs in die Literaturgeschichte ist kühn und lesenswert.«
(Dorothea von Törne, Die Welt, 22.01.2011) »Wenn Ralph Dutli auf den letzten 20 Seiten des Buches die Fatrasien in ihre literarische Tradition einordnet, Verbindungen zum Karnevalesken und zur »Lachkultur« des Mittelalters zieht sowie formale, stilistische und inhaltliche Aspekte erläutert, schwingt eine ansteckende Begeisterung mit. Es gelingt ihm, einen Hauch der »Feststimmung« und »hintergründigen Ausgelassenheit« der Fatrasien in einen wissenschaftlich fundierten Text des 21. Jahrhunderts zu transportieren und ihn zu einem wahren Lesevergnügen zu machen.«
(Dorothée Leidig, Kritische Ausgabe, Nr. 21/2011)