Kieran MacKinnon sass zwanzig Jahre im Gefängnis wegen Mordes an seiner Freundin. Völlig betrunken soll er sie eines Nachts am Strand erstochen haben, die Beweise sprechen dafür, er kann sich an nichts erinnern.
Jetzt kehrt er zurück in seine Heimat auf die Insel Skye und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Doch bald darauf wird wieder eine Frauenleiche gefunden. Und wie damals liegt eine Whiskyflasche mit Kierans Fingerabdrücken neben ihr ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Bewertung
aus Lahnstein
4/5
28.08.2016
eBook (ePUB)
Guter Regionalkrimi
Das Buch hat mir gut gefallen. Besonders, wenn man es in Schottland gelesen hat und gerade von der Isle of Skye zurückgekehrt ist und man einen regionalen Bezug hat.
J. Kaiser
5/5
19.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Spannend und zum mit Fiebern
Klapptext: Kieran MacKinnon sass zwanzig Jahre im Gefängnis wegen Mordes an seiner Freundin. Völlig betrunken soll er sie eines Nachts am Strand erstochen haben, die Beweise sprechen dafür, er kann sich an nichts erinnern. Jetzt kehrt er zurück in seine Heimat auf die Insel Skye und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen.
Fazit: Man wird von Beginn an mit dieser Geschichte gefesselt. Die Spannung wird durch das ganze Buch aufrecht erhalten. Die Beschreibung von Schottland habe ich super gefunden. Der Gedanke, den Krimi in einer Destillerie spielen zu lassen habe ich spannend gefunden. Als eine Frauenleiche gefunden wird, findet man eine Whiskyflasche mit Kierans Fingerabdrücken darauf. Er kann der Mörder nicht sein. Wer aber ist es dann? Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und deshalb empfehle ich sie gerne weiter.
Bewertung
aus Hamburg
5/5
16.04.2012
Buch (Taschenbuch)
Beeindruckender Krimi zum Mitfiebern
Normalerweise schreibe ich keine Rezensionen, aber dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt!
Frisch aus dem Gefängnis entlassen kehrt Kieran MacKinnon heim nach Skye. Seine Freude darüber, endlich wieder frei und zu Hause zu sein, wird von der Art getrübt, in der er empfangen wird. Ablehnung und Vorurteile schlagen ihm entgegen, denn fast jeder, der ihn erkennt, sieht in ihm nichts anderes als einen verabscheuungswürdigen Mörder. Da Kieran zum Zeitpunkt der Tat völlig betrunken war und sich nicht an die damaligen Ereignisse erinnern kann, quält ihn immer noch die Ungewissheit, weshalb er mit allen Mitteln nach einer Erklärung für seine Tat sucht. Weil die Beweise nicht den geringsten Zweifel an seiner Täterschaft lassen, plagt er sich mit Schuldgefühlen. Trotzdem wünscht man sich, dass er unschuldig wäre, denn Kieran ist einem von Anfang an sympathisch.
Als eine Touristin auf dieselbe Weise ermordet wird wie vor 20 Jahren Kierans Freundin, ist nicht nur für den damals wie heute ermittelnden Chief Inspector McGill auch in dem neuen Fall Kierans Schuld sonnenklar, denn die ersten Indizien sprechen gegen ihn. Da der Roman aus Kierans Sicht geschrieben ist, weiß man, dass er in diesem Fall unschuldig ist. Und je mehr Details bei den Ermittlungen ans Licht kommen, desto mehr bekommt man Zweifel, ob er den Mord vor 20 Jahren verübt hat. Diese Frage bleibt bis zum letzten Viertel des Buches ungeklärt. Selbst nachdem sie beantwortet ist, reißt die Spannung nicht ab, sondern gerät Kieran obendrein noch in Lebensgefahr und wartet der Roman mit ein paar weiteren Überraschungen auf.
Beurteilung:
Mara Laue ist neben einer spannenden, auf zwei Ebenen ablaufenden Krimihandlung die hervorragende Charakterisierung eines Mannes gelungen, der den wohl schlimmsten nur möglichen Lebensbruch erfahren hat und (sich) trotzdem nicht aufgibt. Obwohl Kieran MacKinnon seine Fehler hat, ist er einem so sympathisch, dass man in jeder Sekunde mit ihm mitfiebert, mitleidet, seine Sehnsüchte und Ängste teilt und sich mit ihm über selbst so unbedeutende Genüsse wie Haferbrot und Frischkäse freut.
Dazu wird einem die Insel Skye in einer Weise nahegebracht (ohne auch nur ein einziges Mal in langatmige oder gar schwülstige Landschaftsbeschreibungen auszuarten), dass man das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein, den Nebel auf der Haut zu spüren und den Geruch des Meeres in der Nase zu haben. (Laut Vorwort sind alle genannten Orte authentisch.)
Ein absolut lesenswertes Buch für Krimifreunde, Fans von Schottland und seinem Whisky (Talisker ist der einzige auf Skye produzierte Malt Whisky) und ein bisschen auch für Romantiker/innen. Für mich war es das spannendste und ergreifendste Buch, das ich seit langem gelesen habe.
sleepwalker
4/5
06.04.2022
Buch (Taschenbuch)
„Einmal Skyeman, immer…
„Einmal Skyeman, immer Skyeman“ – deswegen kehr Kieran MacKinnon nach 20 Jahren Haft zurück in die Heimat. Und damit beginnt nicht nur Mara Laues Buch „Talisker Blues“, sondern auch seine eigene Reise. In die Vergangenheit, in die Zukunft und irgendwie auch zu sich selbst. Denn schließlich kann er sich an den Mord, den er damals begangen haben soll, gar nicht erinnern. Ja, das Rad hat die Autorin mit ihrem Buch nicht neu erfunden, dafür folgt sie zu sehr altbekannten Mustern. Aber sie hat mich mit dem Krimi bestens unterhalten und das ist genau das, was ich erwartet habe. Aber von vorn. 1991 wurde auf der schottischen Insel Skye die 17jährige Allison tot aufgefunden. Der Täter ist schnell gefunden, denn halb auf der Leiche liegt ihr sturzbetrunkener 18jähriger Freund Kieran, das blutige Messer noch in der Hand. Niemand bezweifelt seine Schuld und er wird zu 20 Jahren Haft verurteilt, obwohl er sich an die Tat selbst nicht erinnern kann und sie immer wieder bestreitet. Seine Familie verstößt ihn, „Clan MacKinnon hat keinen Sohn Kieran mehr.“ Jetzt wurde er nach vollständiger Verbüßung entlassen und, obwohl ihm klar ist, dass ihn niemand mit offenen Armen empfangen wird, reist zurück in die Heimat. Außer seinem Bruder Paddy scheint sich niemand über seine Anwesenheit zu freuen, bis Kieran bei einer Wandung Catriona MacDonald trifft und ihr das Leben rettet. Die beiden kommen einander näher und dann passiert das Unfassbare: die Leiche einer Touristin wird gefunden. Daneben eine Flasche Talisker mit Kierans Fingerabdrücken. Und der sieht sich einem Déjà-Vu gegenüber, denn natürlich glaubt wieder keiner seinen Unschuldsbekundungen. „Talisker Blues“ war mein erstes Buch von Mara Laue und ich muss sagen, dass es mich praktisch von der ersten Seite an gefesselt hat. Zwar ist die Spannung eher latent und unterschwellig und kommt auch ein bisschen langsam in Schwung, aber sie ist dennoch ständig vorhanden. Der Hass, der Kieran bei seiner Heimkehr vor allem aus der eigenen Familie entgegenschlägt, ist fast körperlich zu spüren. Ihn hat die Autorin für mich fast noch besser eingefangen und beschrieben als die Landschaft und die allgemeine Atmosphäre auf Skye. Zwar bin ich ziemlich schnell dahintergekommen, wo die Geschichte hinführen wird, aber sie hat mich trotzdem nie gelangweilt und vor allem gegen Schluss fand ich sie wirklich packend und konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Sprachlich fand ich das Buch auch sehr gut zu lesen, es sind zwar ein paar holprige Stellen in der Übersetzung, aber den Einbau der gälischen Sätze (die Übersetzungen finden sich im Glossar) fand ich wirklich gelungen. Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitebenen, die Gegenwart spielt 2011 (das Buch erschien 2013), der andere Strang spielt 1991, was klar an den Kapitelüberschriften erkennbar ist. Sehr interessant fand ich die Sitten und Gebräuche der schottischen Clans, die die Autorin beschreibt. Vor allem der ausgeprägte Familiensinn hat mich tief berührt. Die Charaktere sind etwas klischeehaft und sehr stereotyp: entweder zu gut, um wahr zu sein oder böse. Es gibt nichts dazwischen, was ich etwas schade fand. Aber die psychologischen Probleme, mit denen sich Kieran herumschlägt fand ich sehr gut beschrieben. Wie findet man sich in Freiheit zurecht, wenn man länger im Gefängnis war als draußen? Wie geht man mit Hass und Misstrauen um? Kurz: Wie findet man wieder zurück ins Leben? Antwort in diesem Buch: indem man eine herzensgute Frau trifft, die einem vom ersten Moment an vertraut. Nicht sehr realistisch, aber dennoch nicht unmöglich und natürlich durchaus romantisch. Alles in allem fand ich das Buch aber gut konstruiert, gut geschrieben, spannend mit ein bisschen Lokalkolorit und der Bildungsauftrag bezüglich schottischer Clans ist auch erfüllt. Wegen der sehr vorhersehbaren Geschichte und den stereotypen Charakteren ziehe ich einen Punkt ab. Von mir also vier Sterne.
Meggie
aus Mertesheim
4/5
19.10.2012
Buch (Taschenbuch)
eine Leiche, ein Mörder und ein guter Whisky
Als erstes herzlichen Dank an Blogg Dein Buch sowie den Goldfinch-Verlag, die mir das Rezensionsexemplar haben zukommen lassen.
Ein Schottland-Krimi so steht es auf dem Cover. Und dem wird das Buch auch vollkommen gerecht. Nicht nur eine spannende Geschichte erwartet einem hinter dem Buchdeckel, sondern auch eine Flut an Landschaftsbeschreibungen und Sitten und Gebräuche der Schotten. Viele davon waren mir nicht vertraut und man merkt doch deutlich den Unterschied zwischen Schottland und Deutschland.
Aber man lernt auch die Schotten als herzensgute Menschen kennen und manche Vorurteile werden aus dem Weg geräumt.
Mein Mann ist Whiskytrinker und so habe ich natürlich auch schon etwas von der Destillerie Talisker gehört und wusste auch, dass diese die einzige auf der Insel Skye ist. Insoweit bin ich also schon als eine Art Fachfrau an das Buch herangegangen.
Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen, hat die Autorin es doch geschafft, mich durch ihren farbenfrohen und vor allem gefühlsbestimmten Schreibstil so in den Bann zu ziehen, dass mein Kopfkino einfach mitarbeiten musste.
Ich hatte die Landschaften und Orte immer vor Augen, dabei war ich selbst noch nicht in Schottland, um mir ein Bild davon zu machen.
Mein Traum, mir Schottland allerdings mal persönlich anzusehen, ist durch das Buch nur noch gestiegen.
Kieran (augesprochen: Kjären) ist mir von Anfang an sehr sympathisch. Er ist ein Gentleman durch und durch. Seine Zurückhaltung ist nicht gespielt und man kann ihm sehr deutlich anmerken, dass er keinem auf der Tasche liegen will und einen großen Drang hat, alles selbst hinzukriegen und endlich wieder ein normales Leben führen zu dürfen.
Er scheut sich, Hilfe anzunehmen, merkt jedoch bald, dass er ohne Hilfe nicht weiterkommen kann.
Kierans Gefühlswelt ist bestimmt von Selbstzweifel und Zurückhaltung. Intimität ist ihm fremd und er kann manchmal nicht aus sich raus. Trotzdem ist er ein Sympathieträger und man ist überzeugt davon, dass er es schaffen soll.
Der Spannungsbogen baut sich langsam auf, wird dann jedoch bis zum Ende hin gehalten. Gerade das Ende hält dann nochmals eine Überraschung parat.
Die Autorin verwendet öfters gälische Ausdrücke oder Sätze in ihrem Erzählfluss. An einer Stelle zieht sich das über mehrere Sätze hin. Im Anhang befindet sich ein Glossar, in welchem die Wörter übersetzt werden. Mich hat es jedoch teilweise gestört, immer nachzublättern, was das gelesene auf Deutsch heißt. Hier hätte ich mir gleich eine Auflösung gewünscht (in Klammern oder als Fußnote).
Fazit:
Der Autorin ist ein spannender Roman über einen Mord im wunderschönen Schottland gelungen.