Die Asylfalle Wie Österreich mit seiner Flüchtlingspolitik scheitert
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.03.2012
Verlag
Czernin VerlagSeitenzahl
192 (Printausgabe)
Dateigröße
832 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783707603606
Der Fall Jovan Mirilo, einer von momentan rund 25.000 österreichischen Asyl-Schicksalen, ging noch vor den Fällen Arigona Zogaj und den Komani-Zwillingen durch die Medien, das Dossier liest sich wie eine Aneinanderreihung willkürlicher Schikanen und Erniedrigungen. Und es steht exemplarisch für das Leben von Asylwerbern, von denen immer öfter unglaubliche Details an die Öffentlichkeit gelangen.
Rubina Möhring, ORF-Journalistin und Präsidentin der österreichischen Sektion von "Reporter ohne Grenzen", deckt in ihrem sorgfältig recherchierten Titel menschen-unwürdige Amtshandlungen und verzweifelte Lebenssituationen ohne Tabus auf. Die Asylfalle ist eine umfassende und aktuelle Darstellung der Asylsituation in Österreich - ein Buch über den Umgang von Menschen mit Menschen im Rahmen unserer heutigen Gesellschaft. Zugleich bietet es anhand internationaler Beispiele einen Ausblick auf eine mögliche menschenwürdige Asylpolitik.
Rubina Möhring, ORF-Journalistin und Präsidentin der österreichischen Sektion von "Reporter ohne Grenzen", deckt in ihrem sorgfältig recherchierten Titel menschen-unwürdige Amtshandlungen und verzweifelte Lebenssituationen ohne Tabus auf. Die Asylfalle ist eine umfassende und aktuelle Darstellung der Asylsituation in Österreich - ein Buch über den Umgang von Menschen mit Menschen im Rahmen unserer heutigen Gesellschaft. Zugleich bietet es anhand internationaler Beispiele einen Ausblick auf eine mögliche menschenwürdige Asylpolitik.
Kundinnen und Kunden meinen
Bedeutende Einzelschicksale
Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 10.08.2011
Bewertungsnummer: 735285
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Wer eine sachliche Abhandlung zum Thema Asyl und Asylpolitik erwartet wird enttäuscht. Das Buch ist eine sehr gut recherchierte, wenn auch für meinen Geschmack zu sehr auf die Tränendrüse drückende Sammlung von Einzelschicksalen.Natürlich bietet das Buch gut Einblick in das Dilema Asyl, wobei die Autorin wie viele andere die Tatsache nicht sehen will, dass der Mensch ein rudelbildendes, revierverteidigendes Säugetier ist. In den Diskussionen dürfen ihre Argumente natürlich nicht vernachlässigt werden. Nur sollte sie gerade dabei Statistiken, die sie zitiert, besser präsentieren, oder zumindest bei der sehr selektiven Zitierung ihre Leser nicht für Vollidioten halten. Dass sie die Anerkennungsraten der EU-Staaten gegenüberstellt ist eine Sache, dass sie die 67,5% Maltas derart lobt eine andere (wer sucht schon um Asyl in Malta an, einer Insel, die man zu Fuß an einem Tag umrunden kann und wo es dort außer Steinen und Wasser drum rum kaum etwas gibt). Auch dass sie Österreichs 21,7% Österreichs so heftig kritisiert und dabei nicht in Betracht zieht, dass im zitierten Jahr 2009 in diesem Land, das einen Bevölkerungsanteil von weniger als 2% der EU hat, knapp 6,5% aller in der EU gestellten Anträge auf Österreich fielen. Natürlich darf man nicht damit rechnen einen mit der Bearbeitung von Statistiken derart vorbelasteten Leser wie mich zu haben.
Fazit: Ein guter Beitrag zur Asyl-Debatte aber mit entsprechend sachlicher Distanz zu lesen.