Wie eine Sekunde das Leben einer Familie verändert
„Birnbäume blühen weiß“ ist das erste Werk von Gerbrand Bakker, einem meiner Lieblingsautoren. Die Familie, von der hier erzählt wird, ist nicht mehr komplett, seit die Mutter sie wegen eines anderen Mannes verlassen hat. Zurückgeblieben sind der Vater Gerard, Sohn Gerson sowie die Zwillinge Kees und Klaas. Aus der Perspektive der Zwillinge wird zunächst das Leben bzw. der Alltag der Familie und schließlich der schreckliche Unfall geschildert, der Gersons Leben nachhaltig einschränken und die anderen Familienmitglieder vor große Herausforderungen stellen wird.
Wie auch in seinen späteren Werken ist es faszinierend zu sehen, mit welch einfacher und klarer Sprache der Autor in der Lage ist, Stimmungen und Emotionen zu vermitteln. Als Leser findet man sich unvermittelt mitten in der Geschichte wieder. Alles Geschilderte, gleich ob Landschaften oder beispielsweise die Atmosphäre daheim oder später im Krankenhaus, ist quasi zum Greifen nah.
„Birnbäume blühen weiß“ ist ein kurzer, aber nicht minder eindrucksvoller Roman, der sich auch bei entspanntem Lesetempo in wenigen Stunden lesen lässt. Ich habe ihn – mit kurzen Unterbrechungen – an einem einzigen Nachmittag gelesen. Es ist ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt.
Klare Leseempfehlung!
Rotwein17
5/5
19.02.2019
Buch (Taschenbuch)
Wie eine Sekunde das Leben…
Wie eine Sekunde das Leben einer Familie verändert „Birnbäume blühen weiß“ ist das erste Werk von Gerbrand Bakker, einem meiner Lieblingsautoren. Die Familie, von der hier erzählt wird, ist nicht mehr komplett, seit die Mutter sie wegen eines anderen Mannes verlassen hat. Zurückgeblieben sind der Vater Gerard, Sohn Gerson sowie die Zwillinge Kees und Klaas. Aus der Perspektive der Zwillinge wird zunächst das Leben bzw. der Alltag der Familie und schließlich der schreckliche Unfall geschildert, der Gersons Leben nachhaltig einschränken und die anderen Familienmitglieder vor große Herausforderungen stellen wird. Wie auch in seinen späteren Werken ist es faszinierend zu sehen, mit welch einfacher und klarer Sprache der Autor in der Lage ist, Stimmungen und Emotionen zu vermitteln. Als Leser findet man sich unvermittelt mitten in der Geschichte wieder. Alles Geschilderte, gleich ob Landschaften oder beispielsweise die Atmosphäre daheim oder später im Krankenhaus, ist quasi zum Greifen nah. „Birnbäume blühen weiß“ ist ein kurzer, aber nicht minder eindrucksvoller Roman, der sich auch bei entspanntem Lesetempo in wenigen Stunden lesen lässt. Ich habe ihn – mit kurzen Unterbrechungen – an einem einzigen Nachmittag gelesen. Es ist ein Buch, das man nur ungern aus der Hand legt. Klare Leseempfehlung!
Barbara Sitter
aus Wien
5/5
24.09.2014
Buch (Taschenbuch)
Ein kleiner Schatz
Kennen Sie Bücher, bei denen kein Wort zu viel ist?
"Birnbäume blühen weiß" ist so ein Buch. Kein Wort zu viel, kein Satz überflüssig. Und genau deshalb hat jeder einzelnen von ihnen eine ganz besondere Kraft. Die Geschichte ist rührend und traurig, aber weder mitleidig noch kitschig geschrieben. Ein außergewöhnliches, intensives Buch.
Fugu
5/5
09.07.2013
Buch (Taschenbuch)
Ein kleines Juwel
Dieses Buch trifft mitten in's Herz. Gerbrand Bakker erzählt in wunderbarer Sprache von der kleinen Männerfamilie Tolgaarder. Von der Mutter verlassen, wachsen die Zwillingsbrüder Kees und Klaas mit ihrem jüngeren Bruder Gerson beim Vater auf. Mit von der Partie sind Daan, der eigensinnige Hund und das schnodderfarbene Auto.
Sie sind ein eingespieltes, harmonisches Team - bis eines Tages ein schrecklicher Unfall passiert, bei dem es Gerson am schlimmsten erwischt. Er verliert sein Augenlicht. Es wird für alle zur Mammutaufgabe, wieder zurück in einen normalen Alltag zu finden.
ML
aus Basel
5/5
15.05.2012
Buch (Taschenbuch)
Poetische Familiengeschichte
Gerbrand Bakker vermag zu schreiben obwohl ich mich sonst eher zu den dicken Wälzern hingezogen fühle, sprang mir dieser kleine feine Titel sofort ins Auge.
Und genauso ist das Buch dann auch: Poetisch, leise, unaufgeregt und überwältigend. Ein Genuss. Es wird aus der Perspektive Kees/Klaas (der Zwillinge) erzählt und dies so charmant, dass man dieses schmale Bändchen nicht schlingen sondern peu à peu geniessen will.
Zur Geschichte: Von der Mutter früh verlassen, wachsen die drei Jungs zusammen mit ihrem Vater in Harmonie auf. Sie leben in Holland (stelle ich mir vor, der Schilderung der Umgebung nach), auf einem alten Hof mit Schafen und Pferden auf der Nachbarskoppel, einer kleinen Brücke neben dem Haus und einem alten Friedhof in der Nachbarschaft. Idylle pur! Und die Zwillinge Kees und Klaas mit dem Dritten im Bunde, Gerson, geniessen ihr einfaches Leben. Spielen einträchtig ihr Spiel und geniessen das Leben. Bis zum Tag des Unfalls. Gerson erblindet und alles wird anders. Aber doch ist ein Hauch Optimismus zu spüren, die Wunden beginnen zu heilen und von Neuem beginnt der Kreis.
Wenn es denn etwas zu verbessern gäbe, dann wäre das das Cover: Auch wenn Daan eine zentrale Rolle spielt, so hätten meiner Meinung nach Birnbäume und ein kleines schnodderfarbenes Auto besser drauf gepasst
Freunde der schönen Schreibe müssen dies lesen!