Deutsch-jüdische Selbstbilder am Beginn des 20. Jahrhunderts
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
08.09.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
107 (Printausgabe)
Dateigröße
419 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638305709
Examensarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,0, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Historisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Zum Gegenstand dieser Arbeit
Im Rahmen einer Untersuchung deutsch-jüdischer Selbstbilder und der Entfaltung jüdischer Identität muss notwendigerweise die Frage nach dem Empfinden der eigenen Identität unter deutschen Juden gestellt werden.
Wie die Zusammensetzung des Wortes "Selbstbild" bereits ausdrückt, zieht die Ermittlung eines solchen eine Analyse der Turnvereine, Jugendgruppen und Studentenverbindungen von innen heraus nach sich. Das bedeutet, dass sich die Untersuchung hinsichtlich des Quellenmaterials vor allem auf das von den jüdischen Vereinen selbst produzierte Material stützt. Würden beispielsweise Zeugnisse der "Deutschen Turnerschaft", des "Wandervogels" oder des "Vereins Deutscher Studenten" in gleichem Masse berücksichtigt, ergäbe sich kein ausdrückliches Selbstbild. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Materialien grundsätzlich unberücksichtigt bleiben können. Es besteht die Notwendigkeit, deutsch-jüdische Selbstbilder im Kontext ihrer Umwelt zu betrachten.
Gegenstand der Untersuchung bilden drei Arten von Organisationen: Turnvereine, Jugendgruppen und Studentenverbindungen. Der begrenzte Umfang dieser Arbeit macht es notwendig, sich teilweise auf eine exemplarische Untersuchung der genannten Gruppen zu beschränken. Innerhalb der Turnerschaft, der Jugendorganisationen und der Studentenschaft konzentriere ich mich daher auf jeweils einen Verein. Wie sich zeigen wird, ist dies jedoch nicht für alle genannten Gruppen in gleichem Masse möglich.
Innerhalb der "Jüdischen Turnerschaft" wird der Berliner Turnverein "Bar Kochba" genauer betrachtet. Da sich die einzelnen Vereine der "Jüdischen Turnerschaft" ideologisch jedoch nicht stark voneinander unterschieden - alle waren national-jüdisch bzw. zionistisch orientiert -, wird die Untersuchung zum Teil auf die "Jüdische Turnerschaft" in ihrer Gesamtheit ausgeweitet. Anders stellt sich die Situation für die jüdische Jugend dar. Unter die Bezeichnung "Jüdische Jugendbewegung" fielen zahlreiche Gruppen, die in ihrer ideologischen Ausrichtung völlig verschieden waren. Das Spektrum der sogenannten "Jugendbewegung" umfasste deutsch-nationale, religiöse und zionistische Gruppen. In der vorliegenden Arbeit beschränke ich mich daher auf die Untersuchung einer einzigen Gruppe, nämlich des zionistisch orientierten "Jüdischen Wanderbundes Blau-Weiss".
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Im Rahmen einer Untersuchung deutsch-jüdischer Selbstbilder und der Entfaltung jüdischer Identität muss notwendigerweise die Frage nach dem Empfinden der eigenen Identität unter deutschen Juden gestellt werden.
Wie die Zusammensetzung des Wortes "Selbstbild" bereits ausdrückt, zieht die Ermittlung eines solchen eine Analyse der Turnvereine, Jugendgruppen und Studentenverbindungen von innen heraus nach sich. Das bedeutet, dass sich die Untersuchung hinsichtlich des Quellenmaterials vor allem auf das von den jüdischen Vereinen selbst produzierte Material stützt. Würden beispielsweise Zeugnisse der "Deutschen Turnerschaft", des "Wandervogels" oder des "Vereins Deutscher Studenten" in gleichem Masse berücksichtigt, ergäbe sich kein ausdrückliches Selbstbild. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Materialien grundsätzlich unberücksichtigt bleiben können. Es besteht die Notwendigkeit, deutsch-jüdische Selbstbilder im Kontext ihrer Umwelt zu betrachten.
Gegenstand der Untersuchung bilden drei Arten von Organisationen: Turnvereine, Jugendgruppen und Studentenverbindungen. Der begrenzte Umfang dieser Arbeit macht es notwendig, sich teilweise auf eine exemplarische Untersuchung der genannten Gruppen zu beschränken. Innerhalb der Turnerschaft, der Jugendorganisationen und der Studentenschaft konzentriere ich mich daher auf jeweils einen Verein. Wie sich zeigen wird, ist dies jedoch nicht für alle genannten Gruppen in gleichem Masse möglich.
Innerhalb der "Jüdischen Turnerschaft" wird der Berliner Turnverein "Bar Kochba" genauer betrachtet. Da sich die einzelnen Vereine der "Jüdischen Turnerschaft" ideologisch jedoch nicht stark voneinander unterschieden - alle waren national-jüdisch bzw. zionistisch orientiert -, wird die Untersuchung zum Teil auf die "Jüdische Turnerschaft" in ihrer Gesamtheit ausgeweitet. Anders stellt sich die Situation für die jüdische Jugend dar. Unter die Bezeichnung "Jüdische Jugendbewegung" fielen zahlreiche Gruppen, die in ihrer ideologischen Ausrichtung völlig verschieden waren. Das Spektrum der sogenannten "Jugendbewegung" umfasste deutsch-nationale, religiöse und zionistische Gruppen. In der vorliegenden Arbeit beschränke ich mich daher auf die Untersuchung einer einzigen Gruppe, nämlich des zionistisch orientierten "Jüdischen Wanderbundes Blau-Weiss".
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