Produktbild: Die Zelle

Die Zelle Rechter Terror in Deutschland

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inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

08.06.2012

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

4271 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644020016

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

08.06.2012

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

4271 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644020016

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  • Gisela Busemann

    aus Leer (Ostfriesland)

    5/5

    11.06.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Die Zelle. Rechter Terror in Deutschland.

    Es ist einfach unfassbar, dass nach über fünfzig Jahren, und zwar nach Beendigung des zweiten Weltkrieges sich wieder ein solch brutaler Terror von rechts hat entwickeln und gedeihen konnte. Christian Fuchs. Reporter in Leipzig und Kenner der Neonazi-Szene in Deutschland und John Goetz, freier Autor und NDR Redakteur, 2011 wurde er mit den Henri Nannen Preis ausgezeichnet, haben hervorragend für ihr Buch „Die Zelle“ recherchiert und die Hintergründe beleuchtet, wie es möglich sein konnte, dass das Trio aus Zwickau zehn Jahre im Untergrund lebte und mordete. Es waren neun Migranten und ein Polizist für dessen Tod die Terroristen verantwortlich waren. Wie war der Werdegang dieser drei jungen Mensch aus der Mittelschicht, was führte dazu dass sie sich zu rechtsextremen Terroristen entwickelten? Wer half ihnen dabei und unterstütze sie, ihre unsinnigen , verabscheuungswürdigen Taten zu begehen und überhaupt ihren Alltag zu organisieren und so lange Jahre unentdeckt blieben? Unser Staat und die Sicherheitsorgane spielen in dieser Geschichte eine für mich persönlich wenig überzeugende Rolle. Verschiedene Sicherheitsorgane haben jahrelang versucht die Morde aufzuklären, hatten jedoch erst 2011 den Durchblick was eigentlich in unserer Republik vor sich ging. Das Buch beschreibt unter anderem auch kritisch und eingehend das gesellschaftliche Klima in Deutschland nach der Wende. Ein intensives spannendes Buch von schonungsloser Aufklärung. Ich kann es nur jedem Leser empfehlen, den diese Thematik interessiert. Ich denke jedoch, es geht uns alle an.

  • Bewertung

    2/5

    10.07.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Leider kein gutes Buch

    "Ein großes Stück schonungsloser Aufklärung" nennt Hans Leyendecker, Redakteur der Süddeutschen Zeitung, das vorliegende Buch, eine Reportage über die rechtsextreme 'Zwickauer Zelle', der zehn Morde, zwei Anschläge und mehrere Banküberfälle zur Last gelegt werden. Zwei der mutmaßlichen Täter sind tot, die Dritte im Bunde sitzt in U-Haft, gegen eine Handvoll Unterstützer wird ermittelt. Urteile aber sind, fast acht Monate nach dem Auffliegen des Trios, noch nicht gesprochen, nicht einmal Anklagen liegen vor. Mehr noch: vier von sechs Verdächtigen wurden aus der Untersuchungshaft entlassen. Wer sich sein Urteil über den 'NSU' durch das hier rezensierte Buch gebildet hat, muss sich die Augen reiben: Wie ist das möglich - es ist doch längst alles geklärt? Die Autoren nämlich sind sich ihrer Sache sicher und schildern die Untaten, als seien sie Augenzeugen gewesen: "Carsten S. übergibt 2500 DM in bar und bekommt dafür eine in ein Tuch eingewickelte Pistole." "Auf dem Rückweg von Dortmund nach Zwickau entscheiden Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, in Kassel zu halten. Sie wollen noch jemanden ermorden." (S. 166) "Gegen 15 Uhr läuft Beate Zschäpe mit einem Kanister in der Hand durch die spärlich eingerichtete Wohnung. Sie verteilt Motorenbenzin." (S. 240) Das Fundament unseres Rechtsstaats ist die Unschuldsvermutung, das Prinzip also, jeden Menschen, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, solange als unschuldig anzusehen, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren nachgewiesen ist. Zuständig für dieses öffentliche Verfahren sind die gesetzlichen Richter, nicht investigative Journalisten. Dies scheinen die Autoren vergessen zu haben. Stellen Sie sich bitte einmal vor, Sie seien wegen eines Ihnen zugeschriebenen Tötungsdelikts in Untersuchungshaft. Und nun liest jedermann Tag für Tag detaillierte Schilderungen in der Zeitung, wie Sie bei dem Mord vorgegangen seien. Wie wahrscheinlich ist da noch, dass Sie auf unvoreingenommene Richter treffen werden? In Großbritannien sind schon Verfahren eingestellt worden, weil es den Juroren nicht mehr möglich war, ein unvoreingenommenes Urteil zu fällen. Das Informations- (oder Sensations-)bedürfnis der Leser in allen Ehren: Rechtsstaatliche Prinzipien sind doch wohl wichtiger? Wir haben uns nolens volens mit dem Sensationsjournalismus des Boulevards in Funk, Fernsehen und Presse abgefunden - wenn nun auch noch seriöse Journalisten dazu übergehen, Richter spielen zu wollen, ist von dem Rechtsstaat, den sie doch verteidigen wollen, bald nichts mehr übrig. Die ganze Sache noch verschlimmernd kommt hinzu, dass die Autoren in dem Buch einigen Verdächtigen Taten zuschreiben, die ihnen vom Generalbundesanwalt gar nicht vorgeworfen werden. Und dass die Rolle der Geheimdienste, über die in diesen Tagen so viel diskutiert wird, in dem Buch kaum beleuchtet wird, macht es auch als Informationsquelle über die gesellschaftspolitischen Dimensionen dieser schrecklichen Mordserie leider fast unbrauchbar.

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