Entwicklung der Kapitalkosten deutscher Banken vor dem Hintergrund von Basel II
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
12.02.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
92 (Printausgabe)
Dateigröße
1756 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640534401
Masterarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich BWL - Bank, Börse, Versicherung, Note: 1,3, Universität Augsburg, Sprache: Deutsch, Abstract: "Der [...] Mittelstand ist der Hauptleidtragende von Basel II" - eine unangenehme Nachricht für den Wirtschaftsstandort Deutschland, wenn man sich die besondere Bedeutung der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Deutschland in Erinnerung ruft: Sie stellen 99,8% der Unternehmen, 70,2% der Beschäftigten und 64,2% der Bruttowertschöpfung. Wie kann es sein, dass dieser wichtige Wirtschaftsfaktor unter Regelungen leidet, die eigentlich zur Stabilisierung des Finanz- und Bankensystems entwickelt wurden?
Ein möglicher Grund liegt darin, dass unter Basel II Banken ihre riskanteren Kredite mit mehr Eigenkapital unterlegen müssen als bisher. Da der Mittelstand wegen hoher Fremdkapitalquoten als relativ riskant gilt, sind besonders Kredite an diesen Sektor betroffen. Die Kosten für die höhere Eigenkapitalunterlegung würden dabei nach Meinung einiger an die Kreditnehmer weitergereicht werden - die Kreditzinsen steigen. Gleichzeitig kann nicht ausgeschlossen werden, dass Banken insgesamt sogar mehr Eigenkapital benötigen als zuvor. Für riskante Unternehmen könnte es schwierig werden, überhaupt noch einen Kredit zu erhalten.
Verschiedene Artikel zeigen jedoch, dass der Einfluss von Basel II auf die Kreditkonditionen nicht trivial ist. Die Zinssätze werden vor allem von den Gesamtkapitalkosten der Banken bestimmt, die sich aus Fremdkapital- und Eigenkapitalbestandteilen zusammensetzen. Deren Höhe ist in der Finanztheorie unter bestimmten Bedingungen jedoch unabhängig von der Eigenkapitalquote. Geänderte regulatorische Anforderungen zur Mindestkapitalisierung hätten unter diesen Umständen gar keine Auswirkungen auf die Kreditkonditionen. Vielmehr würde der Strukturwandel in der Bankenwelt die Zinssätze beeinflussen. Allerdings fussen die Modelle, auf denen diese Aussagen basieren, auf wenig realistischen Annahmen. Zumindest aber sollte ihre Relevanz nicht vollkommen verneint werden.
Nachdem die theoretischen Arbeiten also keine endgültigen Schlüsse zur Entwicklung der Gesamtkapitalkosten unter Basel II zulassen, sollen im Rahmen dieser Arbeit empirische Untersuchungen für den deutschen Bankensektor durchgeführt werden. Dazu werden zunächst die Hintergründe zur Kapitalkostenbestimmung und zu Basel II erläutert. Ausserdem werden kurz die theoretischen Artikel zum Einfluss des Baseler Akkords auf die Kapitalkosten vorgestellt.
Ein möglicher Grund liegt darin, dass unter Basel II Banken ihre riskanteren Kredite mit mehr Eigenkapital unterlegen müssen als bisher. Da der Mittelstand wegen hoher Fremdkapitalquoten als relativ riskant gilt, sind besonders Kredite an diesen Sektor betroffen. Die Kosten für die höhere Eigenkapitalunterlegung würden dabei nach Meinung einiger an die Kreditnehmer weitergereicht werden - die Kreditzinsen steigen. Gleichzeitig kann nicht ausgeschlossen werden, dass Banken insgesamt sogar mehr Eigenkapital benötigen als zuvor. Für riskante Unternehmen könnte es schwierig werden, überhaupt noch einen Kredit zu erhalten.
Verschiedene Artikel zeigen jedoch, dass der Einfluss von Basel II auf die Kreditkonditionen nicht trivial ist. Die Zinssätze werden vor allem von den Gesamtkapitalkosten der Banken bestimmt, die sich aus Fremdkapital- und Eigenkapitalbestandteilen zusammensetzen. Deren Höhe ist in der Finanztheorie unter bestimmten Bedingungen jedoch unabhängig von der Eigenkapitalquote. Geänderte regulatorische Anforderungen zur Mindestkapitalisierung hätten unter diesen Umständen gar keine Auswirkungen auf die Kreditkonditionen. Vielmehr würde der Strukturwandel in der Bankenwelt die Zinssätze beeinflussen. Allerdings fussen die Modelle, auf denen diese Aussagen basieren, auf wenig realistischen Annahmen. Zumindest aber sollte ihre Relevanz nicht vollkommen verneint werden.
Nachdem die theoretischen Arbeiten also keine endgültigen Schlüsse zur Entwicklung der Gesamtkapitalkosten unter Basel II zulassen, sollen im Rahmen dieser Arbeit empirische Untersuchungen für den deutschen Bankensektor durchgeführt werden. Dazu werden zunächst die Hintergründe zur Kapitalkostenbestimmung und zu Basel II erläutert. Ausserdem werden kurz die theoretischen Artikel zum Einfluss des Baseler Akkords auf die Kapitalkosten vorgestellt.
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