Der Doppelgänger im Neoliberalismus - Eine Motivanalyse - dargestellt an David Finchers cineastischer Kulturkritik FIGHT CLUB Dargestellt an David Finchers cineastischer Kulturkritik FIGHT CLUB
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
14.10.2005
Verlag
GRINSeitenzahl
150 (Printausgabe)
Dateigröße
2603 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638428248
Die meisten Financiers der Traumfabrik Hollywood meiden komplizierte Stoffe oder subversive Themen, die den gesellschaftlichen Konsens in Frage stellen. Da die Erfahrung offensichtlich gelehrt hat, dass Filme mit provokanten Inhalten ein weitaus höheres ökonomisches Risiko darstellen und eher Umsatzeinbussen mit sich bringen können, sind Produzenten stets darauf bedacht, die breite Masse mittels lukrativem und leichtverdaulichem Blockbuster-Kino zu unterhalten. Kritische Reflexionen der gesellschaftlichen Realität bleiben damit zumeist dem Kunst- bzw. Independentkino vorbehalten, in dem soziale Proteste, Randgruppen, Denkverbote oder Tabus ihren Platz auf der Leinwand, nicht aber ihr grosses Publikum finden.
Unter diesen Vorzeichen zählen Filme, wie z.B. Stanley Kubricks A CLOCKWORK ORANGE3, Martin Scorseses TAXI DRIVER4 oder Oliver Stones NATURAL BORN KILLERS5, mit ihren gewalthaltigen und kontroversen Inhalten, zu den Torheiten der auf Kommerz und Mainstream ausgerichteten Filmindustrie. Sie durchbrachen in thematischer und ästhetischer Hinsicht die Muster eines disziplinierten Filmgenusses sowie den hollywoodtypischen ,Kanon des guten Geschmacks' und wagten es damit umstritten zu sein. Gleichzeitig haben sie sich zu ,Dauerbrennern' entwickelt, was Seltenheitswert im schnelllebigen Filmgeschäft darstellt. Neben ihrem Kultfilmstatus weisen sie weitere einende Momente auf:
Sie spalten nach ihrem Erscheinen die Meinungen, werden Anlass für Verbotsschreie, Zensurmassnahmen und vehemente Diskussionen.
Sie stellen Masslosigkeit und Gewaltexzesse ins Zentrum, die sie aus der destruktiven Weltsicht psychotischer Täter und nicht aus der Sicht der Opfer darstellen. Dies läuft zwangsläufig den moralischen Vorstellungen einer Kultur zuwider, die Gewalt domestiziert.
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