Soziologie aus der Erfahrung der Reportage Wäre eine Entwicklung der Soziologie aus journalistischen Erfahrungen heraus auch in Deutschland möglich gewesen?
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
02.09.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
41 (Printausgabe)
Dateigröße
1393 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640417360
Dieses Zitat beschreibt einen deutschen Reporter namens Egon Erwin Kisch . Beim Lesen fühlte ich mich sofort an das erinnert, was Rolf Lindner in seinem Buch "Die Entdeckung der Stadtkultur Soziologie aus der Erfahrung der Reportage" über die Entstehung der Reportage in den USA im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert geschrieben hat. Da ich dieses Buch in dem Seminar "Urban Anthropology" in einem Referat vorgestellt hatte, war mir auch bekannt, dass Lindner argumentiert, dass die Chicagoer Schule der Soziologie, mit Robert Ezra Park als eine der Leitfiguren, von dessen Erfahrungen als Reporter in den US-Grossstädten geprägt worden sei. Ich begann zunächst mich genauer mit Egon Erwin Kisch und seinen Ideen von der Reportage zu beschäftigen. Dabei stellte ich fest, dass der junge Kisch ein ähnliches Verständnis der Reportage, wie Park hatte. So beschreibt ein Biograf, dass "seine [Kischs, a.d.V.] Methode ist und beleibt das Miterleben, das Mit-eigenen-Augen-Sehen;" (Prokosch, 1985, S.57) und zu Kischs Tätigkeit heisst es: "Neben den Reportagen, die er über Prager Wärmestuben, Obdachlosenasyle und Strafgefängnisse schreibt, treibt es ihn immer wieder zur Detektivarbeit." (Prokosch, 1985, S. 75). Daher begann ich mich zu fragen, wie in Deutschland die Soziologie entstanden ist und ob es nicht vielleicht möglich gewesen wäre, dass auf Grundlage der Arbeit von Reportern, wie Egon Erwin Kisch, eine deutsche Soziologie ähnlich der Chicagoer Schule entstehen konnte? [...]
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