Wahl der Kommunikationssprache und ihr Zusammenhang mit dem Ablaufen von Kommunikation im zweisprachigen Kindergarten
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
Fr. 40.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
10.02.2002
Verlag
GRINSeitenzahl
211 (Printausgabe)
Dateigröße
931 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638112468
Wahrscheinlichkeit nur an das gemeinsame Spielen, Basteln und Singen im Kindergarten oder im Spielkreis erinnern, nicht aber an eine zweite Sprache. Aufgrund dieser auch von mir geteilten Erinnerung erweckte ein Seminar über Bilingualismus, an dem ich im Herbst 1997 in Québec teilnahm und in dem es schwerpunktmässig um kanadische Projekte ging, bei denen schon Dreijährige intensiv mit Fremdsprachen konfrontiert wurden, mein besonderes Interesse.
Ich erfuhr daraufhin, dass solche Versuche bereits seit längerer Zeit und in den verschiedensten Ländern unternommen wurden und dass ausserdem mehrere divergierende Methoden angewandt wurden und werden. Alle hatten und haben jedoch das gemeinsame Ziel, die Kinder an einen späteren Nahezu-Bilingualismus heranzuführen.
Die Gründe dafür, dass Fremdsprachen Kindern heutzutage verstärkt beigebracht werden, sind hinlänglich bekannt. Die anglophonen Initiatoren und Eltern in Québec wünschen seit den sechziger Jahren, dass ihre dort minoritären Kinder die Sprache der Mehrheit lernen, damit sie von ihr anerkannt werden und damit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen(1). Auf unserem Kontinent haben sich im Zuge der europäischen Annäherung simultan, ja zum Teil sogar vorher, wie zum Beispiel 1954 in Arles, Frankreich(2), ähnliche Bestrebungen durchgesetzt. Die offenen Grenzen und der gemeinsame Arbeitsmarkt in Europa motivieren nun erst recht zum Erlernen einer oder mehrerer Fremdsprachen. Aber auch das Verlangen, trotz der Union die
Vielfältigkeit der Kulturen und der darin mit eingeschlossenen Sprachen aufrechtzuerhalten, bietet einen erheblichen Anreiz. Weitere fundamentale Schlagwörter sind Toleranz und Völkerverständigung.
[...]
_____
1 Vgl. S. 170, Thomas, Collier und Abbott 1993.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.