Die Funktion der Sexualität in Wolfgang Koeppens Roman 'Der Tod in Rom' Eine Untersuchung aus kulturwissenschaftlicher Perspektive
-
- Taschenbuch
- eBook ausgewählt
-
Form:Einzelkauf Download
-
Sprache:Deutsch
Fr. 15.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
26.08.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
31 (Printausgabe)
Dateigröße
545 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640144419
Hier setzt die vorliegende Arbeit an. Unter der Annahme, dass Kategorien wie Sexualität und Geschlecht in ihrer Erscheinung kulturell überformt sind, sei es durch Erziehung, Sozialisation, Zeitgeist oder kulturelles und politisches Umfeld, kann gezeigt werden, dass kulturell vermittelte Formen der Sexualität in KOEPPENS Roman repräsentiert werden. Mit Hilfe sozio-kultureller, sexualwissenschaftlicher und historischer Beiträge zur Geschlechterforschung und zu Sexualität wird deutlich, dass sich in KOEPPENS Roman Vorstellungen von Sexualität und sexuellem Verhalten beobachten lassen, die mit den Moralvorstellungen im 19. Jahrhundert sowie deren Radikalisierung und Überführung in eine Sexualpolitik des Nationalsozialismus in Einklang gebracht werden können.
Dabei wird auch deutlich, dass sich eben keine einheitliche Sexualmoral im 19. und 20. Jahr-hundert herausgebildet hat, sondern höchst heterogene Einstellungen und Erwartungen an sexuelle Verhaltensweisen entstanden und gefördert wurden. Einerseits wurde polarisiert, indem klar definiert wurde, welches Bild von Männlichkeit und Weiblichkeit erwünscht war und welche sexuellen Handlungen als 'abnormal' eingestuft und somit ausgegrenzt wurden. Andererseits aber kam es explizit in der nationalsozialistischen Normierung von Sexualität zu scheinbaren Widersprüchen. Zwar ist eine Radikalisierung bürgerlicher Sexualmoral erkennbar, die sich zum Beispiel darin äussert, dass die Beherrschung sexueller Begierden erwünscht war. Aber die nationalsozialistische Bewegung verstand sich auch als innovativ und duldete sexuelle Tabubrüche - soweit sie eben der NS-Ideologie von Nutzen sein konnten .
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.