Fernsehen in der DDR - Fernsehprogrammgestaltung im Bereich der Politischen Publizistik anhand des Fernsehprogrammes "Der Schwarze Kanal"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
10.01.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
12 (Printausgabe)
Dateigröße
480 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638243957
Bedeutung des Fernsehens für den Parteiapparat:
In den 60er Jahren hat das Fernsehen den Rundfunk in seiner Bedeutung abgelöst. Schon alleine in den Jahren 1960 und 1970 stieg der Anteil der Haushalte in der DDR mit einem Fernsehgerät von 17 auf 69 Prozent, zwei Prozent der Haushalte waren in diesem Zeitraum mit Farbfernsehern ausgestattet. Etwa die Hälfte war technisch auf den VHF-Bereich und damit auf das Programm DDR 1 beschränkt, diese technische Einschränkung machte auch den Empfang des ZDF unmöglich. Die SED bezog sich in ihrem Umgang mit Rundfunk und Fernsehen auf die Theorie Lenins über die Presse. Lenin beschwor einen neuen Typus von Presse herauf. Oberste Priorität der revolutionären Partei müsse es demnach sein, eine eigene Zeitung zu gründen, um bei den Arbeitern ein sozialdemokratisches Bewusstsein zu schaffen. Zugleich sollte diesem Organ die Aufgabe zukommen, die sozialdemokratischen Gruppen in Russland zu einer schlagkräftigen Bewegung zusammenzuführen. Aufgaben einer solchen Publikation sei es einerseits Aufklärung über Hintergründe gesellschaftlicher Zustände zu geben, womit man sich in erster Linie an die engeren Zirkel der sozialistischen Bewegung wandte. Aber auch den Schritt an die Öffentlichkeit der "breiten Massen" zu wagen, um diese mit Hilfe von plaktiven Darstellungen zu bestimmten, von der Partei gewollten Handlungen und Denkweisen zu bringen.
Daraus ableitend musste der Journalismus in der DDR parteilich und wissenschaftlich sein. Die Beiträge mussten volksverbunden sein, sie waren in klarer und verständlicher Sprache zu halten und sollten in ihren Inhalten in engem Kontakt zum Alltag der Menschen stehen. Weiters trat die Einzelverantwortung des Redakteurs zurück, die Journalisten hatten sich einer ideologischen Schulung unterzuziehen, Fehlverhalten wurde vor den Augen der Kollegen öffentlich gerügt.
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