Das römische Heer, ein kollektiver Diktator?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
09.02.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
17 (Printausgabe)
Dateigröße
303 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638170413
Man geht von der These aus, dass diese exekutive Kraft von ihrer militärischen Führung, an der Spitze die Konsule Marius, Sulla , Pompeius, Caesar, in ihrer persönlichen Machtpolitik genutzt wurde.
Eine Beantwortung dieser Frage nach der Stellung des römischen Heeres zum römischen Senat und damit zum Staat, ist nur mit einer Betrachtung der praktizierten Heeresstruktur möglich.
Das römische Heer wurde seit dem 4. und 5. Jh. v. Chr. als ein Milizheer aufgebaut. Die römischen Bürger konnten nach ihrer gesellschaftlichen Stellung in proletarius, plebs, patrici, zu Heeresdiensten verpflichtet werden. Die Sklaven waren prinzipiell vom Heeresdienst ausgeschlossen.
Das Heer organisierte sich aus drei Heeresgruppen: 1. Reiter (equites), 2. Fusssoldaten (classis), 3. leicht bewaffneten Phalangiten (infra classem).
Eine Legion als grösste militärische Einheit, setzte sich aus drei Reiterabteilungen und dreissig Abteilungen Fusssoldaten zusammen. Diese Zusammensetzung wurde später verändert und von drei auf sechs Reiterabteilungen bzw. sechzig Abteilungen Fusssoldaten verdoppelt. Die militärische Führung pro Legion hatte sechs Militärtribunen. Sie waren für die Führung von ca. 6000 Soldaten unter dem Oberbefehl eines Konsuls verantwortlich.
Am Ende des 4. Jh. v. Chr. gab es in Rom vier Legionen, die durch zwei Konsule im Senatsauftrag geführt wurden. Zum politischen Verständnis wird darauf verwiesen, dass der Konsul nur für die militärischen Belange und nicht für die wirtschaftliche Absicherung des ihm anvertrauten Heeres verantwortlich war.
Das Heer rekrutierte sich überwiegend aus Bauern, die sich selbst ausrüsten mussten. Dieser Umstand setzte voraus, dass der Einberufene als Grundvermögen über einen Bauernhof mittlerer Grösse verfügte. Jeder Bürger im Alter von 17 bis 46 Jahren war nach Einberufung zum Kriegsdienst verpflichtet. Er konnte als Fusssoldat in bis zu 20 Feldzügen eingesetzt werden, die Reiter hatten nur die Hälfte dieser Einsätze [...]
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