Friedrich der Große im Spiegel des Nationalsozialismus Das Friedrich-Bild von Adolf Hitler und Joseph Goebbels
-
- Einzelkauf Download ausgewählt
-
Sprache:Deutsch
Fr. 15.90
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
11.06.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
169 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638060851
verloren und einen feigen Frieden unterzeichnet, dann wäre Preussen niemals zur Weltmacht
emporgestiegen. Politik wird viel mehr mit dem Charakter als mit dem Verstande gemacht.
Und dem Mutigen gehört die Welt!"
Diese fatale Schlussfolgerung aus dem Tagebuch von Joseph Goebbels - niedergeschrieben
bereits am 16. September 1932 - vermittelt einen ersten Eindruck der Rezeption Friedrichs
des Grossen im nationalsozialistischen Denken. Überhaupt unterlag die Figur des berühmten,
preussischen Königs in der Vergangenheit einer ganzen Reihe von Vereinnahmungen, ebenso
wie Ablehnungen. Dies mag, neben seiner historischen Wirkungsmacht, nicht zuletzt an
seinem ambivalenten Wesen liegen, das stets ein breites Spektrum an Interpretationen zuliess,
oder vielleicht geradezu herausforderte. War Friedrich Philosoph auf dem Thron, ein
Antimachiavell? Oder war er vielmehr der skrupellose Machtmensch, ein neuer Alexander,
der Preussen ohne Rücksicht auf Verluste ins Konzert der europäischen Mächte führen wollte?
Die Frage wird wohl immer unbeantwortet bleiben und sei es nur, weil keine der
Beschreibungen ausreicht um Friedrich II. zu charakterisieren. Allerdings verraten
Interpretationen stets auch etwas über den Interpreten. Dies gilt insbesondere dann, wenn die
Deutung besonders einseitig ausfällt, wie im Falle des Nationalsozialismus, der die Figur
Friedrichs des Grossen ganz unzweifelhaft auf unzulässige Weise vereinnahmte. Doch welche Rolle spielte Friedrich II. tatsächlich im Geschichtsbild der
nationalsozialistischen Grössen? Wann und wie wurde er zur Legitimation des eigenen
Handelns herangezogen und unterlag dies, über die wechselvolle Geschichte des Dritten
Reiches hinweg, einer signifikanten Veränderung?
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.