Die Familie in Lessings 'Emilia Galotti' und Schillers 'Kabale und Liebe'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
21.04.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
171 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638270052
Die beiden Trauerspiele haben die Konfrontation des Bürgertums mit der Adelswillkür zur Grundthematik. Die in diesen Dramen stark ausgedrückte Gesellschaftskritik und der Ständekonflikt wurden in der Forschung intensiv als zentrale Themen dargelegt und analysiert. Absicht dieser Hausarbeit ist die Ausblendung vieler dieser in der Forschung herausgearbeiteten Aspekte. Die Familie soll so weit es geht aus dem Kontext genommen werden, um eine Konzentration auf das Beziehungsgeflecht und die Problematik der Struktur der Kernfamilie zu erreichen.
Nach der Auflösung der traditionellen Hausgemeinschaft im 17. Jahrhundert, vollzog sich ein Wandel des Familienverständnisses, das nun als ideale Liebesgemeinschaft empfunden wurde. Dieser Wandel führte zu innerfamiliären Konflikten, was die Funktion und Rollensicherheit einzelner Familienmitglieder betraf. Innerhalb der Familie herrschten Gefühle, ausserhalb Normen, Regeln und Interesse. Die Schwierigkeit lag darin, keine Kluft sichtbar werden zu lassen, was sich als problematisch erwies. Der höfischen Welt der Kabale setzen Lessing und Schiller die private Welt der Familie gegenüber. Es ist die bürgerliche Kleinfamilie, mit ihrer patriarchalischen Struktur, die ins Licht gerückt werden soll. "Emilia Galotti" und "Kabale und Liebe" sind, wie die meisten Dramen Lessings und des jungen Schillers, Dramen der Familie in der Krise. An der Oberfläche formuliert sich diese Krise als Ausdruck des Ständegegensatzes aber in der Tiefenschicht ist ablesbar, dass es um die Geburtskrise der modernen Familie mit ihrer Ideologie und um die Dauerkrise dieser Einrichtung geht.
Ziel dieser Arbeit ist es, anhand dieser beiden Trauerspiele die sich mit der Zeit verschärfende Problematik der Institution Familie und der bürgerlichen Ideologie darzustellen und zu beschreiben.
Angesichts der Menge vorhandener Forschungen speziell zu diesen beiden Dramen, erwies sich die Auswahl der Literatur als äusserst schwierig. Werke, die die Familien der beiden Trauerspiele im Vergleich untersuchen, waren nicht zugänglich. Daher wurde hauptsächlich auf Aufsätze in Zeitschriften, die beide Familien in ihre Betrachtungen aufnehmen, zurückgegriffen.
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