Karl V. und Martin Luther
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
15.03.2003
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
140 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638176989
des Reichstages zu Worms 1521 gegenüber. Luther weigert sich, seine bis dahin
veröffentlichten Schriften zu widerrufen. Karl V. lässt daraufhin das Wormser Edikt verlesen
und schliesst so dem Ketzerurteil des Papstes an. Mehr als 30 Jahre später finden wir einen
Kaiser, der angesichts der Reformation die Segel streicht, obwohl er über die Truppen des
Schmalkaldischen Bundes besiegt hat. Die Suche eines deutschen Provinzprofessors nach
einem gnädigen Gott hat seine Idee vom dominium mundi zum Scheitern gebracht. Hier steht
die Frage im Mittelpunkt, welche Faktoren für den Erfolg der deutschen Reformation
verantwortlich waren. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung bis zum Wormser
Edikt, dessen Schicksal nach Joseph Lortz das Schicksal der Bewegung bestimmte1.
Es scheint, dass die Unterschätzung der Reformation im Reich durch den kaiserlichen Hof ein
wichtiger Faktor für ihren Erfolg war. Deshalb wird versucht eine doppelte Perspektive
anzuwenden und so den Blick Karls V. auf des Reich wie den Blick Luthers und der
Reformation im Reich auf den Kaiser zu betrachten. Dabei kann man zwar sicher sagen, dass
die Einflussbereiche der beiden Akteure sich beeinflussen, dieser Einfluss wirkt aber durch
viele Zwischenstationen und ist deshalb schwer qualifizierbar. In der Literatur liegt der
Schwerpunkt deshalb häufig entweder auf Luther oder Karl V.
Um zu zeigen, wo, wie und warum sich die Handlungsräume der beiden Hauptpersonen
überschneiden, werden mittel- und langfristige Entwicklungen in Europa und im Reich mit
herangezogen. Ausserdem den deutschen Reichsfürsten als Gruppe ein zentraler Platz
eingeräumt, da ihr Umgang mit der "causa Lutheri" im Rahmen der Reichsverfassung
weitgehend das Schicksal der frühen Reformation bestimmte.
1 J. Lortz, S. 10.
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