Harry Frankfurts Essay 'On Bullshit' als sprachkritischer Ansatz?
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.12.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
21 (Printausgabe)
Dateigröße
162 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640779840
steigernden Medienflut führen zu einer Masse von Kommunikationssituationen und Tex-
ten, die vom Rezipienten kaum noch zu bewältigen sind. Gespräche mit Passanten auf der
Strasse, der ,,Small-Talk" im Büro, die tägliche Zeitungslektüre, die Nutzung des Internets,
des Radios oder des Fernsehers, die Werbung in Zeitschriften und das Gespräch mit dem
Ehepartner gehören zu den grundlegendsten Formen der Kommunikation bzw. der Infor-
mationsaufnahme und medialen Unterhaltung. Die Aufzählung der Situatio-
nen/Ereignisse/Medien, durch welche sich der Zuhörer und Leser mit Aussagen und Tex-
ten konfrontiert sieht, kann beliebig fortgeführt werden. Viele dieser Formen der Kommu-
nikation und Information erscheinen für den Rezipienten als wichtige, gehaltvolle und re-
levante Sachverhalte. Doch treffen die vielen Aussagen, welche in den verschiedenen
Formen der Kommunikation getroffen werden, wirklich zu und ist es überhaupt von Rele-
vanz, dass diese Aussagen getroffen werden bzw. dass ihnen ein Wahrheitsgehalt imma-
nent ist?
Dieser Frage geht Harry Frankfurt in seinem Essay ,,On Bullshit" nach, indem er versucht,
eine Definition für den Begriff ,,Bullshit" zu finden (Frankfurt 2006). Grundlegende These
Frankfurts ist, dass es in den verschiedenen Formen der Kommunikation Aussagen gibt,
deren Wahrheitsgehalt, seien sie wahr oder unwahr, völlig irrelevant ist. Diese gegenüber
der Korrektheit ihres Inhalts indifferenten Aussagen bezeichnet er als ,,Bullshit".
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