Die SED-Kirchenpolitik 1949-1954
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.03.2009
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
239 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640291441
Besonders im Bereich des Erziehungs- und Schulwesens kam es wiederholt zu Konfrontationen. Hier wehrte sich die Kirche erfolglos gegen die Etablierung eines staatlichen Erziehungsmonopols, das für christlichen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen oder für private Konfessionsschulen keinen Platz vorsah. Die Zurückdrängung der Kirchen aus dem sozialen Leben war gerade in der ersten Dekade nach Staatsgründung ein wichtiger Teil der inneren Wert- und Machtpolitik sowie der erzwungenen Säkularisierung der DDR. Die politische Führung setzte den Atheismus schliesslich als alternative Weltanschauung mit Erfolg durch; er ist fast zum gesellschaftlichen Konsens geworden.
Vorliegende Arbeit geht der Frage nach, welche konkreten Massnahmen die SED gegen die Kirche(n) unternahm und welche Wirkungen diese erzielten. Hierzu wird zunächst das Konfliktpotenzial zwischen Kirche und Staat dargestellt. Die ideologische Unverträglichkeit oder Wesensfremdheit der beiden Systeme liess eine Konfrontation von Beginn an wahrscheinlich erscheinen. Im Anschluss werden die anti-kirchlichen sozial- und kulturpolitischen Massnahmen der SED in der ersten Hälfte der fünfziger Jahre dargestellt. Darunter fallen die Behinderung des Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen und der offene Kampf gegen die Junge Gemeinde. Der offen-konfrontative Kirchenkampf währte bis 1954, danach ging die SED im Rahmen der so genannten "Differenzierungspolitik" zu einer Doppelstrategie über, die ,progressive' Kräfte innerhalb der Kirche zu fördern und ,reaktionäre' Kräfte zu neutralisieren suchte, um auf diese Weise eine Spaltung der Kirche von innen zu bewirken. Kapitel 4 setzt sich mit den längerfristigen Wirkungen dieser Massnahmen auf Kirche und Gesellschaft auseinander: dem Rückgang kirchlicher Praktiken und der beinahe flächendeckenden Durchsetzung des Atheismus bis Ende der 1960er Jahre.
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