Die Ständeproblematik in Lenz' Soldaten
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
06.07.2006
Verlag
GRINSeitenzahl
19 (Printausgabe)
Dateigröße
234 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638517829
In der Aufklärung sind Vernunft und Objektivität die Leitmotive. Dies äussert sich durch die Veränderung der Welt im Hinblick auf rational zu definierende Ziele. Dabei spielt die Planmässigkeit des Vorgehens, die Bildung durch Bücher, die Nachahmung bewährter Vorbilder, die Mässigung des Gefühls, Vermeiden von Extremen und die Betonung des Regelhaften eine grosse Rolle.
Im Gegensatz zur Aufklärung sind beim Sturm und Drang das Gefühl und die Subjektivität die Leitmotive. Diese äussert sich durch das Ausleben eigener Individualität und durch den Geniegedanken. Dabei spielt das intuitive Zupacken, die Herzensbildung, das Misstrauen gegenüber Vorbildern, das Ausleben des Gefühls und die Tendenz zur Regellosigkeit eine grosse Rolle.
Ein weiterer Aspekt, der eine wichtige Position einnimmt ist die Natur. In der Aufklärung gilt sie als Vorbild und Gleichnis für die Vernunft. Sie wird bestimmt durch Hofferne, Abwesenheit von lasterhaftem Leben. Die Natur ist der Schauplatz von nach bürgerlichen Tugendbegriffen geprägtem Leben. Des Weiteren dient die Natur auch als Beweis für die Existenz und tätiges Wirken Gottes.
Im Gegensatz zur Aufklärung gilt die Natur im Sturm und Drang als Spiegel und Initiator des eigenen Gefühlsleben, insbesondere als Stadt- und Gesellschaftsferne, und ist somit Wegbereiter der subjektiven Entfaltung. Die Natur gilt als belebte friedvolle, aber auch bedrohliche Macht und ist Sinnbild des göttlichen Harmonieprinzips. In der Aufklärung ist das Hauptaugenmerk auf die Gesellschaft gelegt. Der Einzelne steht im Dienste der Gesellschaft. Es besteht die Möglichkeit zur Verbesserung gesellschaftlicher
Rahmenbedingungen durch individuelles, verantwortungsbewusstes Dazutun. Jedoch ist der Einzelne immer der Gesellschaft verpflichtet.
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