Kleidung und adliges Selbstverständnis - Zur Kleidermotivik im Nibelungenlied
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
28.01.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
303 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638899833
Seit Veldeke seine Dido in ihrem Jagdkostüm zu einer höfisch-modischen Edeldame stilisierte , gehörten längere, idealisierte Gewanddeskriptionen zu den konstitutiven Elementen der mittelhochdeutschen höfische Epik.
Auch im Nibelungenlied wird eine - teilweise äusserst differenzierte - Fachterminilogie der Textil- und Kostümkunde gebraucht und zwar so sehr, dass Heusler spöttisch äussert, es sähe bei der Brünhildenwerbung "eine zeitlang so [aus], als sei der Zweck der Freierfahrt die Schaustellung der schneeweissen, kleegrünen, rabenschwarzen Seidenkleider mit Fischotterbesatz und Edelsteinen in arabischem Gold". Er übersah dabei nicht nur die Bedeutung der Kleiderpracht für die höfische Gesellschaft, sondern auch die Tatsache, dass der Dichter des Nibelungenliedes Stoffe und Kleider nicht nur fade aufzählt, sondern sie zu wichtigen Requisiten macht und in den Dienst der Handlung stellt. Wie dies geschieht, soll den Mittelpunkt dieser Arbeit bilden. Ebenso, inwiefern Personen durch Kleidung ihren Stand markieren und im Text Aussehen und Inneres von Figuren in Kongruenz stehen. Es soll bewiesen werden, dass der Dichter bestimmte Stoffe und Aufmachungen nutzt, um mit ihnen die Geschichte voranzutreiben, um so zu zeigen, dass Kleidung im Nibelungenlied eine weit grössere Bedeutung trägt, als lediglich "zur Schau gestellt" zu werden.
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