"Schneewittchen" und "Dornröschen" im Vergleich: die verschiedenen Fassungen der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
18.07.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
16 (Printausgabe)
Dateigröße
338 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640106622
mit Bezugnahme auf die Charakteristika der Volkstümlichkeit und Kindgemässheit. Darüber hinaus werden signifikante Änderungen in der narrativen Struktur betrachtet. In diesem Abschnitt soll es zunächst um die inhaltlichen und sprachlichen Eigenheiten des
"Schneewittchen"- und "Dörnröschen" - Märchens an sich gehen. Zunächst gehen wir
inhaltlich vor und betrachten das Motiv des Wunderbaren in diesen Märchen. Anschliessend
wenden wir uns der Struktur und der sprachlichen Ausgestaltung dieser Märchen zu und
behandeln die Dreigliedrigkeit sowie die Formelhaftigkeit als übergreifende charakteristische
Merkmale dieser Märchen.
Das Wunderbare oder auch das Übernatürliche sind die konstitutiven Merkmale des
Märchens. Denn "Märchen" bedeutet, "eine kurze, ausschliesslich der Unterhaltung
dienende[n] Erzählung von phantastisch-wunderbaren Begebenheiten, die sich in Wahrheit
nicht ereignet haben und nie ereignen können, weil sie (...) Naturgesetzen widerstreiten".
"Schneewittchen" und "Dornröschen" sind typische Märchen in diesem Sinne. Denn auch in
diesen Fällen stehen die Begebenheiten im Widerspruch zur Wirklichkeit. So wird bereits die Existenz der Heldinnen Schneewittchen und Dornröschen mit dem
Wunderbaren durchkreuzt. Dies wird schon an den Umständen ihrer Geburt beziehungsweise
Empfängnis sichtbar. So kündigt ein Frosch im "Dornröschen" (in der ersten Version von
1812 ein Krebs) der Königin die Geburt einer Tochter an, und auch die Mutter des
Schneewittchens erhält eine Tochter, die im Ganzen ihren Wünschen entspricht. Aus diesem
Grund kann man sagen, dass sich um die Geburt dieser Märchenheldinnen durchaus das
Übernatürliche rankt. An dieser Stelle wird zudem ein weiteres Merkmal des Märchens
sichtbar, denn sowohl die Ausgangslage im "Schneewittchen" als auch im "Dornröschen" ist durch ein Bedürfnis gekennzeichnet, nämlich von dem Wunsch der Mutter (der Eltern) nach
einer Tochter.
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