Eins teilt sich in zwei - Zur Dialektik in Lenins Oktoberrevolution
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Produktdetails
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Kopierschutz
Nein
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Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
05.04.2013
Verlag
GRINSeitenzahl
46 (Printausgabe)
Dateigröße
550 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656401704
öconomischen und militärischen, von politischen und historischen, von nationalen und
internationalen Umständen, worunter wieder die öconomischen die entscheidenden waren,
dann auch die durch den ersten Weltkrieg aufgerüttelten Volksmassen, gaben ihm die
Gelegenheit, die vorwiegend von ihm ausgearbeitete Theorie des Bolschewismus in die
gesellschaftliche Praxis seines Geburtslandes umzusetzen. Russland brach im Krieg als erste
Nation zusammen, erwies sich nach einem geflügeltem Wort Lenins als "schwächstes Glied
in der Kette" des Imperialismus. Man kann daher getrost von einer "Leninschen
Oktoberrevolution" sprechen und schreiben. Der Anspruch dieser Revolution war in der Bahn
der marxistischen Theorie kein geringer, sie, laut Lenin die tiefste der Weltgeschichte, sollte
die "Vorgeschichte der menschlichen Gesellschaft" beenden, wie Karl Marx es im Vorwort
zur "Kritik der politischen Ökonomie" aus dem Jahre 1859 formuliert hatte. Hundert Jahre,
nachdem David Ricardo sein Werk "On the Principles of Political Economy" veröffentlicht
hatte, in dem er widerlegte, dass der Arbeitslohn den Warenpreis bestimme, schickten sich
Lenin und seine Bolschewiki an, das Lohnsystem und den Charakter des Arbeitsproduktes als
Ware überhaupt aufzuheben. Eine neue Arbeit hat die Menschheit mit der Oktoberrevolution
nicht begonnen, ihre bisherige alte Arbeit sollte nur mit Bewusstsein ausgeführt werden.
"Die Natur hat Millionen Jahre gebraucht, um bewusste Lebewesen hervorzubringen, und nun
brauchen diese bewussten Lebewesen Tausende von Jahren, um bewusst zusammen zu
handeln; bewusst nicht nur ihrer Handlungen als Individuen, sondern auch ihrer Handlungen
als Masse; zusammen handeln und gemeinsam ein im voraus gewolltes gemeinsames Ziel
verfolgend. Jetzt haben wir das beinahe erreicht. Und diesen Prozess zu beobachten, diese
sich nähernde Herausbildung von etwas in der Geschichte unserer Erde noch nie
Dagewesenem, scheint mir ein Schauspiel, das des Betrachtens wert ist, und während meines
ganzen vergangenen Lebens konnte ich die Augen nicht davon wenden". [...]
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