US-Interventionismus in Zentralamerika anhand des Beispiels Panama Eine Deutung aus völkerrechtlicher Sicht
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Produktdetails
Format
ePUB
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
31.07.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
27 (Printausgabe)
Dateigröße
309 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640124596
19. Jahrhunderts von der interventionistischen Politik der USA geprägt. Theoretische
Grundlage dieser US-amerikanischen Aussenpolitik war die Monroe-Doktrin.
Anfängliches Ziel der Doktrin war die Zurückdrängung des europäischen Einflusses auf den
amerikanischen Doppelkontinent. Doch Ende des 19. Jahrhunderts verlor die Monroe-
Doktrin ihren defensiven Charakter und diente fortan als Legitimationsquelle für die
expansive und imperialistische Politik der Vereinigten Staaten. Zahlreiche Interventionen,
sowohl friedliche als auch militärische, folgten in den nächsten Jahrzehnten in Mittelamerika.
In diesen Zusammenhang stehen auch die Geschichte und das politische Schicksal Panamas,
die beide eng mit der US-Aussenpolitik in Zentralamerika verbunden sind.
Die Unabhängigkeit Panamas von Kolumbien 1903 basierte auf der Absicht Präsident
Roosevelts, einen interozeanischen Kanal durch das zentralamerikanische Land zu bauen:
Die Landengen von Panama und Nicaragua waren bereits zur Zeit des spanischen
Kolonialreichs für den US-amerikanischen Aussenhandel von strategischer Bedeutung.
Doch erst im Zuge ihrer Westausdehnung Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Vereinigten
Staaten von dem Vorhaben, den Transportweg der Ost- zur Westküste über Zentralamerika
deutlich abzukürzen, gänzlich überzeugt.2 Nachdem Vertragsverhandlungen der USamerikanischen
Regierung über den Bau eines Kanals in Panama mit Kolumbien scheiterten,
nahmen die USA Kontakt zur schwachen panamesischen Unabhängigkeitsbewegung auf.
Die Separatisten forderten von den Vereinigten Staaten finanzielle, wenn nötig auch
militärische Unterstützung für die Abspaltung von Kolumbien. Ferner baten sie um sofortige
diplomatische Anerkennung der unabhängigen Republik Panama und Schutz durch die USA.
Am 3. November 1903 wurde unter der Präsenz von US-amerikanischen Kriegsschiffen die
Souveränität Panamas proklamiert. "Ohne die Kanalbaupläne der USA wäre aus der
kolumbianischen Provinz Panama wohl nie ein eigenständiger politischer Staat geworden.
Die Roosevelt-Administration ermöglichte 1903 einer separatistischen Bewegung die
Loslösung des Gebietes von Kolumbien."; Noch am 18. November unterzeichneten die USA
und Panama die Isthmus-Konvention.
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