Filmkritik: Woyzeck (1979)
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
04.05.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
5 (Printausgabe)
Dateigröße
214 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656183167
Der Anfang erfolgt durch einen Kontrast. Der Zuschauer sieht eine idyllische Landschaft und eine kleine Stadt an einem grossen Teich. Nebenbei läuft fröhliche Klaviermusik und der Leitsatz ,,In einer kleinen Stadt, an einem grossen Teich" wird eingeblendet. Der Zuschauer erwartet ein fröhliches Stadtleben, als die Kamera über den grossen Teich zur Stadt schwenkt. Doch der Anblick der idyllischen Landschaft täuscht, denn plötzlich wechselt hier die Musik in Marschmusik über und man sieht Woyzeck als Soldat. Mit schmerzverzerrtem Gesicht vollzieht er die Militärübungen. Schon in den ersten Minuten wird die Unterdrückung der Figur Woyzeck deutlich. Die Kameraeinstellung zeigt nur die Füsse eines anderen Mannes, der scheinbar ,,von oben" auf Woyzeck hinunter schaut, als dieser am Boden kriecht. Die unterschiedlichen Körperebenen verdeutlichen zusätzlich die Unterdrückung Woyzecks, welche ihren Höhepunkt erreicht, als Woyzeck von den fremden Füssen zu Boden gedrückt wird. Als Nächstes folgt die Szene beim Hauptmann. Woyzeck rasiert hektisch den Hauptmann und behandelt diesen sehr grob. Hier zeigen sich schon erste Folgen des Erbsenexperiments. Er hat ein sehr dünnes Erscheinungsbild und man hat das Gefühl er würde dem Hauptmann nicht mehr zuhören und seine Arbeit im ,,Trance" erledigen. Dazu kommt sein immer gleichbleibender Blick in eine Richtung, der dem Zuschauer zunehmend Angst einflösst. Der Hauptmann (Wolfgang Reichmann) hingegen, wohl genährt mit beständig ruhiger Stimmlage, scheint zunächst normal. Der Zuschauer erwartet einen laut sprechenden, sich überlegen fühlenden Hauptmann. Doch das Bild eines besorgten Hauptmanns ändert sich schnell, als der Hauptmann Woyzeck gehässig auslacht und ihn als dumm bezeichnet.
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