Theaterkritik in den Berliner Abendblättern unter der Leitung von Heinrich von Kleist
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
27.08.2008
Verlag
GRINSeitenzahl
7 (Printausgabe)
Dateigröße
279 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640146932
Am 14. November des Jahres 1796 wird August Wilhelm Iffland durch König Friedrich Wilhelm III. zum "Direktor an der Spitze des Nationaltheaters" nach Berlin berufen. Der Hof hatte den von ihm gestellten Forderungen:
"1. Aufhebung des ganzen iezigen Theaters.
2. unumschränkte Macht über alles.
3. Pension.
4. Bei gewissenhafter Verwaltung und monatl. Rechenschaft keine Verantwortung
des ökonomischen Calcüls..."
gänzlich entsprochen. Damit vereinte Iffland in seiner Person eine bis dahin ungekannte Machtfülle und vereinigte innerhalb kürzester Zeit Verwaltung und künstlerische Leitung des Theaters in seiner Person: Er wählte die zu spielenden Stücke aus, entschied über die Besetzung, führte Regie und stand selber auf der Bühne.
Durch seine unermüdliche Arbeit, getragen durch finanzielle Unterstützung von Seiten des Hofes, fand die künstlerische Leistung des Berliner Nationaltheaters bald Anerkennung auch ausserhalb der Stadtgrenzen und den gestiegenen Bedürfnissen entsprach der König mit einem neuen Theaterbau am Gendarmenmarkt, dessen Eröffnung am 01. Januar des Jahres 1802 stattfand.
Als jedoch Preussen 1806 im 4. Koalitionskrieg gegen das napoleonische Frankreich unterliegt, der König fliehen muss und im Oktober desselben Jahres Napoleon in Berlin Einzug hält, zieht dies auch für das Nationaltheater Konsequenzen nach sich. Nicht nur muss Iffland, zumindest zeitweilig, auf finanzielle Subventionen verzichten, auch zwingt ihn die Sorge, die französische Besatzungsmacht könne eine eigene Theatergruppe aus Frankreich engagieren, den Spielplan den französischen Wünschen anzupassen.
Iffland und die Romantik
Ifflands Gestaltung des Spielplans lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen: Da "Schiller's die Verkommenheit in herrschenden Kreisen entblössenden Jugenddramen (...) die Stücke (waren), für deren vollendete Darstellung er die schauspielerischen Mittel, wie kein Anderer, besass" , bildeten diese selbstverständlich einen festen Bestandteil des Repertoires, weniger als die Stücke Goethes, worauf später noch einzugehen ist.
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