Die Philosophie Georg Büchners in 'Dantons Tod' als programmatischer Kern seiner Ästhetik
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
17.11.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
24 (Printausgabe)
Dateigröße
187 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783656059042
...
In diesem Klima der schwelenden Aufstände in Frankreich und der Inspiration der französischen Literatur entsteht seine Idee zu seinem Revolutionsdrama, das mit geschichtsphilosophischen und persönlichen Auseinandersetzungen der historischen Charaktere der französischen Revolution angereichert ist. Aus der Zerrissenheit dieser Charaktere formt Büchner einen dramenhaften Diskurs über politische, philosophische, religiöse Kritik und der Vision einer armenlosen Gesellschaft. Dabei kreist Büchners "Religion in der erzählerischen oder szenischen Darstellung, [...] wenn sie nicht in Hohn und Spott erschöpft, gleichsam überkonfessionell-ortlos und im Übergang zum philosophischen Diskurs, um die dogmatischen Kernfragen der Schöpfungslehre, von Sünde und Schuld, Leid und Vergebung." Immer wieder tauchen in diesem Zusammenhang Hinweise auf die Theodizee auf, deren Rezeption "Ausdruck der prekären Stellung der modernen Tragödie zwischen Theodizee und Geschichtsphilosophie" ist. Büchner befindet sich damit also auf der Höhe seiner Zeit, wenn er die etablierten Denkrichtungen der Religion und Philosophie hinterfragt und dabei eng mit dem gesamtgesellschaftlichen Diskurs des 19. Jahrhunderts über die Kritik am Idealismus verbunden ist. Das dies für die Beantwortung der literarischen Epochenfrage von essentieller Bedeutung ist, soll dies nun in dieser Arbeit am Beispiel des Dramas Dantons Tod herausgestellt werden.
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