Franz Grillparzer: 'Der arme Spielmann'
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
27.11.2002
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
538 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638156479
Der Brigittenkirchtag und das damit verbundene Wiener Bürgerfest ist - wie der Lebenslauf des armen Spielmannes - im Gegensatz zu den oft hochstehenderen Erzählanlässen früherer Novellen wie zum Beispiel von Arnims märchenhafter Erzählung "Der tolle Invalide auf dem Fort Ratonneau" (1817) auf den ersten Blick eher unspektakulär und alltäglich gehalten. Die Aufmerksamkeit des Erzählers geht bald über auf den armen Bettelmusikanten Jakob, einem recht unheldenhaften Protagonisten, der am Rande der Gesellschaft steht.
Entgegen der allgemeinen Kritik an der fehlenden Grösse des Werkes war Adalbert Stifter einer der wenigen Zeitgenossen Grillparzers, die den "Spielmann" als ein Meisterwerk verstand:
"Hier ist menschliche Grösse in dem schwächsten zerbrechlichsten Gefässe, und wenn
andere ihre Helden recht gross machen, oder überhaupt ihr sogenanntes Grosses
schildern wollen, so können sie nicht genug Gebirgszüge von Kröpfen und Höckern
anbringen, und nicht schnell genug den Menschenverstand über Bord werfen, damit es
nicht alltäglich und klein sei."1
Nicht nur inhaltlich, auch strukturell ist die Erzählung recht unscheinbar und einfach gehalten. Sie lässt sich unkompliziert in die eigentliche Binnenhandlung, die aus der Sicht des Spielmannes erzählt wird und in ein äusseres Rahmengerüst mit einem in die Handlung einführendem Ich-Erzähler einteilen. Am Ende der Geschichte laufen beide Handlungsebenen inhaltlich sowie formal zusammen.
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